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7.12.

Autor:
Yuzuriha_92
Fandom: Digimon
Pairing: Taito (Taichi Yagami x Yamato Ishida)
Challenge: “Zusammen alleine”
Feedback: Hier im GB oder auf Animexx


Zusammen alleine.

~ Ich hasse Weihnachten! ~

Schnee. Kälte. Mist.

Ich denke, es ist jedes Jahr das selbe. Alle sind so unheimlich fröhlich, singen gemeinsame Lieder und fressen massenhaft Truthahn in sich hinein – kurzum: Ich hatte große Lust, mich allein beim Gedanken daran in den nächsten Mülleimer zu übergeben.

Halten sich mich bitte nicht für depressiv, aber zu viel Fröhlichkeit in meiner Umgebung finde ich abartig. Meiner Meinung nach ist es schön, alleine zu sein. Ich kann es einfach nicht haben, wenn zehn lustige Gestalten, die nach ihrem Grinsen zu urteilen absolut high sein müssten, um mich herum sitzen und mit mir über Dinge wie „Was wünscht du dir zu Weihnachten?“, oder „Was singst du auf dem Weihnachtskonzert?“ diskutieren wollen. Das sie dabei auf taube Ohren stoßen, ist ihnen scheinbar egal. Vermutlich sind diese Weihnachtsfanatiker wirklich auf Drogen.

Aber ich schweife vom Thema ab. Sie wollen wohl eher etwas über den Schnee und die Kälte wissen, nicht wahr? Gut. Der Tag, an dem meine Geschichte beginnt...
Nein! Fangen wir anders an. Das klingt sonst wieder, als wäre ich Romantiker und das bin ich nicht. Wirklich nicht.
Auf ein neues: Der Anfang vom Ende war der 7. Dezember. Wie sie wohl wissen, hängt an diesem Tag die verhasste Adventszeit schon seit einiger Zeit wie eine dunkle Wolke über der Welt und spätestens dann hängen in Tokio nur noch Drogenabhängige rum. Erkennungsmerkmal eins: Das selige Lächeln.
Was macht also ein Yamato Ishida (das bin übrigens ich) am 7. Dezember? Richtig. Er sitzt zu Hause in seinem Zimmer und hört Musik. So jedenfalls wäre es abgelaufen, gäbe es da nicht ein klitzekleines Problem, auch bekannt als „männlicher Teil der hochverehrten Parentalgeneration“. Mein Vater also störte meine geliebte Ruhe, indem er mich zum Einkaufen schickte.

In einer dieser idiotischen Fernsehshows, in denen diskutiert wird, ob nun das Huhn zuerst da war, oder das Ei (wie gesagt: lebenswichtig), stellte ein Anzugtyp die These auf, dass Männer beim Einkaufen wahnsinnig gestresst sind. Mein Herr Vater sah darin also die Bestätigung, nicht selber einkaufen zu müssen, sondern einfach dem Sohnemann mit Fernsehverbot zu drohen. Wunderbar, nicht?

Auf Grund dessen lief ich also am 7. Dezember durch die verschneiten (und nebenbei bemerkt auch noch überfüllten) Straßen Tokios. Es war verdammt kalt, es war verdammt windig, meine Augen tränten und ich war drauf und dran, zu erfrieren.
Zu diesem Zeitpunkt taucht nun die dritte Person in dieser lustigen kleinen Geschichte (mir wird schon wieder übel) auf: Taichi Yagami.
Besondere Merkmale: absolut seliges Grinsen, absolut unverwüstliche Frisur, Knackarsch und seit Ewigkeiten mein bester Freund.

Tai war er Einzige, den ich trotz Junkie-Grinsen in meiner Nähe ertrug. Warum? Hormone. Gefährliche Teile. Sollte man am Besten schon bei der Geburt entfernen lassen, sonst flößten sie einem verdammt seltsame Gedanken wie „Tai hat ’nen Knackarsch“ oder „Gott, sieht der geil aus“ ein. Kurzum: Meine Hormone waren daran Schuld, dass ich... nun ja... mein kleiner Bruder würde sagen, „verliebt“ war, aber das wäre wieder romantisch und das –richtig!– bin ich definitiv nicht. Sagen wir also, ich hatte damals ziemlich eindeutige Gefühle für Taichi und wäre da nicht etwas namens „Schüchternheit“, wäre ich ihm vermutlich schon einige Male um den Hals gefallen.

Aber zurück zu diesem wundervollen Datum. Genau, wir sind immer noch beim 7. Dezember und gerade führen wir eine neue Hauptfigur ein: Taichi. Besagter stand fröstelnd vor meinem Stammsupermarkt (Merkmale: man kriegt Prozente da und Alkohol für Minderjährige – nicht, dass ich letzteres schon mal ausprobiert hätte) und rief „Halleluja!“, als ich vor ihm zum Stehen kam, beziehungsweise kurz vor ihm auf dem gemeingefährlichen Eis ausrutschte und gelinde gesagt unsanft auf dem Boden landete.

Toller Tag bis jetzt, nicht wahr? Aber es wird noch besser. Juhu!
Taichi –mal ganz Gentleman– half mir tatsächlich auf und setzte dann seinen Dackelblick auf. Der ist im Übrigen fast so gefährlich wie Hormone und kriegt mich ebenso schnell rum. Ob Tai das wusste?! Keine Ahnung, aber dass er etwas wollte war klar (jedoch nicht, ob er das wollte, was mit S anfängt, mit e weitergeht und am Schluss ein kleines x hat).
„Hey, Taichi.“ Sagte ich, eloquent wie eh und je.
„Yaaaaaaamaaaaaaaaaa!!!“ (Stellen sie sich diesen Namen so langgezogen wie möglich vor und dann auch noch mit „Rette mich!“ -Unterton, dann wissen sie in etwa, wie die Situation aussah.)
„Mein Name.“
„Ich hab Hunger!“

Wäre dieser herrliche Tag in die deutsche Übersetzung eines Manga umgewandelt worden, hinge jetzt vermutlich ein „pardauz“ über meinem Kopf und ich läge schon wieder auf dem Boden. War er allerdings nicht. Zum Glück. Ich entschied mich also für die hochintelligente Antwort „Ich empfehle Essen.“

„Matt, koch mir was. Bitte!“ Dieser Blick. Dieser Blick. Hatte ich schon erwähnt, dass man mich damit in Null Komma Nix rumkriegt?

~+~+~+~

Fünfzehn Minuten später stand ich in der Küche meiner Wohnung und rührte Teig. Typisch weihnachtliche Situation. Die Frau steht in der Küche und backt Plätzchen, während der Mann im Wohnzimmer den Sportteil liest. Mit zwei kleinen Unterschieden: Ich war keine Frau und Taichi erzählte lieber von Gott und der Welt.

Mir blieb also nichts anderes übrig, als ihm zuzuhören und ab und an zu nicken.
„Und? Was machst du Weihnachten?“
„The same as every year, James!“
„Mutierst du jetzt zu Lady Sophie?“ Taichi lachte.
„Schon möglich... aber kocht sonst nicht eher der Butler?“
„Der Butler kann nicht kochen, erwartet aber eine Antwort.“
„Tai...“ Ich schnaubte. „Ich werde zu Hause sitzen, Musik hören, ignorieren, dass die ganze Welt verrückt spielt und auf meinen Dad warten. Wie jedes Jahr...“
Ich schob die Schokoladenplätzchen (Taichis Hauptnahrungsmittel) in den Backofen. Ob Taichi wohl merkte, dass mich das traurig machte? Unwichtig. Die Yagamis fanden Weihnachten toll und feierten mit der ganzen Familie. Mein Freund würde ein schönes Fest erleben und das gönnte ich ihm. Zumindest war das mein Plan. Aber Pläne genau wie Vorsätze hielten bei mir eh nie länger als zwei Tage, also können sie sich vorstellen, dass ich insgeheim ziemlich neidisch darauf war.

Hatte ich nicht vorhin versprochen, dass es noch besser kommen würde? Was würden sie sagen, wenn ich das ausnahmsweise mal positiv meinte? („Oh mein Gott!“)

Nach obiger Situation stand ich also am Fenster und beobachtete den wolkenverhangenen Himmel. Sehr interessant. Alles grau in grau und absolut deprimierend. Was Taichi machte? Tja... auf dem Boden sitzen und die Gardienen anstarren. Oder Fließen zählen... vielleicht versuchen, eine Fliege zu hypnotisieren, was auch immer. War mir eigentlich egal. Ist auch unwichtig, für unsere kleine Erzählstunde, schließlich geht es hier um MICH. Holla!

Irgendwann stand Taichi auf und legte mir die Arme um den Hals. Das ich geschockt und mindestens zur Salzsäule erstarrt war, brauche ich wohl kaum zu erwähnen. Wirklich, es war ungewohnt. Nicht unangenehm, wie gesagt, da waren diese bösen, bösen Hormone, wegen denen bei mir eh nichts mehr normal war, nur ungewohnt.
Liebe Yaoi-Fan-Girls, stellt euch doch mal die Situation vor: Depressives Kerlchen wird grundlos vom besten Freund, seines Zeichens Strahlmännchen, umarmt. Das ist NICHT süß, das ist verdammt seltsam. Vor allem, da Taichi absolut hetero war. (Ich kann es schon hören... irgendjemand sagt gerade „Ach, der wusste nur noch nichts von seinen Gefühlen.“)

Ob Taichi wusste, was er mir damit antat? Keine Ahnung. Aber er machte es noch schlimmer, als er mir auf einmal ins Ohr flüsterte: „Allein?“
Zweideutig, nicht wahr? Allein im Sinne von „einsames, kleines Kerlchen“ –einsam oder „kein Liebhaber“ –einsam? Zu Antworten schien mir erst mal ziemlich dumm, und so beschränkte ich mich darauf, mich noch mehr in seinen Armen zu versteifen.
„Hättest du Lust...“ Was machte denn seine Hand plötzlich da an meiner Hüfte?!
„.. mit mir Weihnachten zu verbringen?“ Und warum roch sein Parfum so verdammt gut?!
Diese dummen Hormone machten mich zu einem Wrack!
„Und meine Allein-Tradition?“ Unpassende Witze – mein Markenzeichen.
„Die ändern wir in Zusammen allein. Okay?“
Ich lächelte, wie ich es hasste: selig und überglücklich. „Spinner.“

Ende.



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