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12.12.

Autor:
Saburina
Fandom: Yu-Gi-Oh
Pairing: Joey x Seto (angedeutet)
Kapitel: 1/1
Challenge: "Die Weihnachtsfee"
Feedback: Hier im GB oder auf Animexx


Die Weihnachtsfee

Wie ein Band schien sich in den letzten Wochen der Duft von Glühwein und vor allem Lebkuchen durch die gesamte Stadt zu ziehen. Aber es ist ja kein Wunder, Weihnachten steht vor der Tür. Ja wirklich vor der Tür, immerhin haben wir schon den 11.12.

Und ich, Joey Wheeler, war immer noch auf der Suche nach einen perfekten Geschenk. Oder nach dem gewissen Kleingeld was mir fehlt.

Ich seufzte schwer als ich wie jeden Tag vor diesem kleinen Geschäft stehe und meine Hände, die eh schon halb tot gefroren sind, an das kalte Glas des Schaufensters stützte und hinunter zu dem kleinen glitzernden Ding starre. Eine Kette für meine Schwester. Eine eigentlich einfache kleine Kette für meine Schwester, mit einen Anhänger in dem ein kleiner blauer Edelstein gefasst ist. Ob er echt ist lass ich mal ganz sachlich außen vor!

Aber könnte mir bitte, irgendwer, erklären warum diese kleine Kette so teuer ist?!

Das ist doch nicht normal. Nun arbeite ich schon die ganze Zeit darauf, habe sogar auf neue Karten verzichtet. Und doch, konnte ich es mir partout nicht leisten.

Das Leben war doch die Hölle! Hätte ich doch nur ein bisschen mehr Zeit, könnte ich mir doch nur auf die Schnelle einen weiteren Nebenjob suchen dann könnte ich es mir leisten.

Und weiter blau machen konnte ich mir auch nicht erlauben. Ansonsten hätte ich schon die 8. Ermahnung in Folge. Und hat der Schuldirektor dann einen schlechten Tag heißt es Ade schöne Schule.

Nun ja und so wie ich hier stand, so begann die Geschichte um meine ganz private Weihnachtsfee zu beginnen. Ja in diesem Moment sollte die erste Seite davon beschrieben werden.

„Joey!“

Verblüfft drehte ich mich um und sah dann in der Horde von Menschen, die alle samt im Weihnachtsstress waren und mit grimmiger Miene herumliefen, Mokuba stehen.

Im dicken Mantel und mit einer Bommelmütze gesteckt, hätte ich ihn fast nicht wieder erkannt. Nur die langen dunklen Haare und diese unverwechselbaren großen Augen verrieten das es der kleine Bruder von Seto ist. Und wo der kleine steckte, war der Große auch nicht weit weg. Nein er stand genau daneben.

Ich wusste jetzt nicht ob mein Herz gerade vor Aufregung so schnell schlug, oder einfach nur aus reinen Ergeiz meine Blutbahnen richtig in Gang brachte. Nur damit ich auf die folgende Konfliktsituation vorbereitet war, mit genügenden Adrenalin versteht sich.

Doch der verehrte Herr Kaiba von und zu, hielt stumpf die Klappe und schien derzeit etwas anderes seine Beachtung zu schenken als mir. Naja, mir sollte es gleich sein. Wurde ich mal wieder ignoriert um wieder auf 180 zu kommen. Aber leider funktionierte das in letzter Zeit nicht mehr mit mir. Tja mein Lieber, dafür hatte ich leider genügend andere Probleme, als mich mit dir zu streiten.

„Hallo Mokuba!“

Sagte ich dann doch lächelnd zu den Kleinen, der darauf gleich das Lächeln erwiderte.

„Was machst du denn hier? Wartest du auf Yugi und die Anderen? Wollt ihr etwa auch zum Weihnachtsmarkt?“

Ich blinzelte verwirrt aufgrund der Begeisterung von Mokuba bis ich lächelnd den Kopf schüttelte.

„Nein nein, ich muss gleich los und noch etwas anderes erledigen. Da bleibt mir heute leider keine Zeit für den Weihnachtsmarkt.“

Sagen wir mal besser, mir bleibt absolut keine Zeit für den Weihnachtsmarkt. Aber das musste er ja nicht wissen, sonst würde er sich nur wieder viel zu große Sorgen machen.

„Ach so!“

Kam es dann verstehend mit diesen durchaus besonderen Ton, wenn Kinder immer versuchen so wichtig zu tun wie Erwachsene.

„Ich war nur gerade hier um mir das Geschenk für meine Schwester noch mal anzusehen.“

„Für Heilig Abend?“ fragte er neugierig, mit Augen so groß wie Untertassen.

„Ja, klar! Wozu denn sonst in dieser Zeit hm?“

Fragte ich ihn grinsend das er verlegen den Kopf senkte und mit einen Fuß im Schnee scharrte.

„Nun schäm dich doch nicht gleich…“

versuchte ich ihn aufzumuntern, schaffte es aber noch nicht ganz.

„Willst du sie vielleicht sehen?“ startete ich meinen letzten Versuch, bevor ich irgendwie mich an Seto hätte wenden müssen. Aber der bedachte mich ja immer noch nicht. Und hätte ich es auch nicht vollbracht seinen Bruder irgendwie wieder gute Laune zu beschaffen, hätte ich wohl eine Predigt über 5 Seiten erlebt. Also pass schön auf Joey, das ist Setos Heiligtum!

„Ja! Ja! Ja! Ja!….“

Das ist Setos Heiligtum, der gerade mehr als hibbelig vor mir auf und ab sprang. Hach Gottchen, manchmal waren Kinder auch so schnell positiv zu stimmen. War ich früher auch so?

Der Kleine drängte sich an mich vorbei und sah dann zu dem Schaufenster, konnte aber leider nicht das sehen was ich meinte. Aus den Augenwinkel erkannte ich, das Seto nun doch aufmerksam wurde auf das was ich mit seinen Bruder anstellen würde. Kurz kreuzten sich unsere Wege, wir sahen uns eine Weile an bis ich mich wieder nach vorne drehte und Mokuba einfach auf den Arm nahm.

Hinter mir hörte ich ein bestimmtes Geräusch, was immer entstand wenn jemand einen Fuß in den Schnee setzte. Also hatte Seto sich ein Stück zu uns gewendet, blieb dann aber da wo er war als er erkannte das ich nichts böses in Sinn hatte.
Ich hatte Mokuba nur hochgehoben um ihn dann die Kette zu zeigen.

„Boah ist die schön!“

Mit einen bestimmten Glitzern in den Augen sah er auf sie hinunter und strahlte von einem Ohr zum Anderen.

„Meinst du das ist ein schönes Geschenk?“

Fragte ich nur noch mal zur Sicherheit, und bekam als Antwort ein heftiges Nicken.

„Ja, die ist wirklich wunderschön! Deine Schwester kann sich wirklich freuen darauf!“

Ich setzte den Kleinen wieder ab, der wieder durch den Schnee stapfte zu seinen Bruder.

„Ich denke wir müssen dann aber auch los. Seto wird sonst noch sauer, er hat heute nämlich nicht viel Zeit weißt du?“

Ich ließ einfach außen vor das er bis jetzt nur Stumm abseits stand, und nickte.

„Sicher doch! Habt viel Spaß ihr beiden! Man sieht sich!“

Ich hob nur die Hand und sah den beiden dann zu wie sie langsam im Getümmel verschwanden. Ja, man sieht sich. Seto auf jeden Fall morgen in der Schule.

Kurz seufzte ich als ich mich dann noch mal zu der Kette umdrehte und daran dachte das es fast unmöglich für mich war sie zu bezahlen. Aber würde ich jetzt aufgeben, würde ich nicht Joey Wheeler heißen! Also auf! Die Arbeit wartet! Somit schulterte ich meine Tasche und machte mich auf den Weg zu meiner Arbeitsstelle.


Am nächsten Morgen kam ich wie immer fast zu spät zur Schule. Aber nur fast, eigentlich war ich immer pünktlich in der Schule. Nur meist nicht auf meinen Platz, so wie es sich die Lehrer immer wieder wünschen. Ich war gerade in der Aula, und mit eiligen Schritten auf den Weg zu meinen Klassenzimmer, als ich urplötzlich stehen blieb und den durchaus großen Tannebaum dort stehen sah.

Eine ganze Klasse war dabei ihn zu schmücken für die anstehende Weihnachtsfeier. Ich verweilte eine Zeit lang in Gedanken, letztes Jahr war es meine Klasse gewesen die ausgelost wurde für das Schmücken. Damals als ich mit Lametta kämpfte und eine rote Kugel am Ohr hängen hatte, war Seto auf mich zu gekommen und hatte mir ein schönes Weihnachten gewünscht.

Das erste Mal in meinen Leben das ich so etwas aus seinen Mund hörte. Und auch noch in einen so besonderen Ton. Ich glaube das werde ich nicht vergessen. Zwar war es nicht der 24.12. gewesen wo er mir das gewünscht hatte, aber wie ich erfahren hatte musste er ab den Tag in seiner Firma arbeiten. Man munkelt sogar an Heilig Abend.

Aber allein die Tatsache wie er ganz alleine vor mir stand, ich auf den Boden hockte und er mir die Worte gesagt hat, werde ich nie vergessen. Alter Spinner!

Die Klingel ertönte erneut und riss mich hoch, huch nun aber schnell zur Klasse. Und diesmal legte ich sogar einen Sprint zur Klasse hin, den ich mir bei all den Plätzchen die ich gestern verputzt hatte, nicht zugemutet habe.

Doch mein Erfolgserlebnis sollte bald wieder zunichte gemacht werden. Denn ich hatte mich umsonst so verausgabt. Der Lehrer war nicht da.

Auf meinen Platz begebend erkundigte ich mich erst mal bei Tea, die ebenfalls mal keine Ahnung hatte. Yugi auch nicht. Welch Wunder doch noch geschehen können. Aber man sagt ja nicht umsonst das Weihnachten die Zeit der Wunder ist, oder?

Gerade hatte ich mich zurück gelehnt, wollte die Zeit nutzen ohne Lehrer, als die Tür aufgerissen wurde und unser Rektor eintrat. Verwirrt hob ich eine Augenbraue und sah wohl nicht anders aus als 99 % der Klasse. Seto hatte ich mal ausgeschlossen, er war der 1 %. Da er mal wieder immer so
guckte wie sonst auch. Ausdruckslos.

„Guten Morgen!“ertönte es ein wenig streng. Ich sah zu wie er langsam Richtung Pult ging und dort einen Stapel Papier hinlegte. Ich hatte noch nie bei ihm Unterricht, fragte mich also ob wir vielleicht doch frei kriegen würden.

„Eurer Lehrer der jetzt eigentlich an meiner Stelle hier stehen sollte, würd vorerst nicht mehr pünktlich zu dieser Stunde erscheinen. Ihr Auto steckt im Schnee fest.“

Beinahe hätte ich lachend auf den Boden gelegen, verkniff es mir aber bei dem Blick der nun durch die Reihen geschickt wurde.

„Deshalb werde ich sie vertreten, und werde mit euch die Geschichte der Weihnachtsfee besprechen.“

Nun grinste er doch leicht, vielleicht war es doch ein ganz guter Kerl. Nur ein wenig zu versteift.

„Ich dachte mir das passt zur Weihnachtszeit. Und da ich eh ab und wann Geschichte unterrichte, wollen wir uns um den Hintergrund dieser Geschichte kümmern. Also bitte holt eure Hefte raus und schreibt mit.“

Gut der letzte Satz machte seine angebliche Freundlichkeit wieder Null und Nichtig.
Seufzend zückte ich meinen Stift und Block bis ich mich dann auf eine durchaus langweilige Stunde vorbereite.

Aber wie sich herausstellte war es doch nicht ganz so langweilig. Ich hörte sogar mal gespannt der Geschichte zu. Er erzählte wie eine Frau aus Frankreich, ich glaube der Ort heißt Elsass, mit ihren Kindern in Armut lebt. Und wie diese Frau nichts sehnlicher wünscht, als mit ihren Kindern zusammen ein richtiges Weihnachten zu feiern.

Mit einen buntgeschmückten Tannenbaum, den sie alle gemeinsam einen Abend vor aufstellen. Wie sie zusammen abends selbstgebackene Kekse essen werden, und ganz besonders im warmen Wohnzimmer die Geschenke auszupacken.

So ab dieser Stelle, wird aus dieser Geschichte mehr und mehr ein Märchen. Denn ich glaube weniger das es sprechende Bäume gibt. Auf jedenfall hatte die Frau in einem Wald von zwei sprechenden Bäumen gehört das es eine Weihnachtsfee gibt. Diese soll in einer Höhle versteckt leben und dort die
schönsten Spielzeug horten. Genau wie Kerzen, Äpfel, Nüsse und andere Dinge die damals den Status hatten zu Weihnachten dazu zu gehören.

Diese Fee soll so gutmütig gewesen sein und der Frau viele von diesen Sachen geschenkt zu haben, das diese sich ihren Wunsch erfüllen konnte. Und das wohl schönste Weihnachtsfest in ihrem Leben gefeiert haben.

Also irgendwie, auch wenn es blöd klingt, so kommt es mir vor als könnte man Vergleiche zwischen mir und dieser Frau ziehen. Ich bin nämlich auch zu arm um mir das Geschenk für meine Schwester zu leisten.

Und jetzt wo ich so drüber nachdenke, könnte ich doch glatt noch mal ausrechnen wo ich sparen könnte und wo ich ein eventuelles kleines Weihnachtsgeld dazu rechnen kann.

Mehrere Zahlen auf den Block kritzelnd, kratzte ich mich mit den hinteren Ende des Stiftes am Kopf und rechne weiter. Streiche hier eine Zahl, erhöhe dort eine Andere und bin so vertieft das ich gar nicht bemerke das der Rektor meinen Tisch gefährlich nahe kommt.

Denn eigentlich hatten wir die Aufgabe bekommen eine Interpretation darüber zu schreiben und nicht das Taschengeld zusammen zu rechnen.

Ich kann mich auch irren, aber ich glaube Rektor haben ein bestimmtes angeborenes Gen genau wie Lehrer. Sie erspüren es regelrecht wenn jemand nicht das macht was sie einem sagen.

Und so kam es das er vor mir stand und mit einen gefährliche zischenden, „Wheeler!" aus der Bahn war das ich erschrocken beinahe vom Stuhl gesprungen wäre.

„Was wir das?!“

Immer noch den gleichen strengen Ton einer Schlange drauf habend, sah er mich mehr als ermahnend an das mein Herz langsam Wanderschaft machte. Immer weiter nach unten.

„Ähm… ähm…“ mehr bekam ich nicht raus als er sich dann den Zettel auch noch nahm und genauer ansah.

„Ja viele viele Zahlen. Ich weiß doch das du jetzt Mathematik gehabt hättest. Es ist immer schön zu sehen das sich Schüler auf ein solches Fach freuen. Und um deine Freude zu verstärken, kannst du ja die verpasste Mathematikstunde heute in einer Sonderstunde nachholen!“

Ich sah mit großen geschockten Augen zu wie der Zettel dann zerknüllt wurde, in den Mülleimer geworfen wurde. Erst dann sickerte die Gewissheit in mein Gehirn, dass ich gerade eine Stunde Nachsitzen aufgedonnert bekommen hatte.

„Aber.. aber das geht nicht! Bitte entschuldigen Sie vielmals aber ich kann nicht nachsitzen!“

Aufgebracht rannte ich dann zum Pult, wo er sich niedergelassen hatte und meine Extrastunde eintrug. Ich flehte, bettelte weiter was mir nichts brachte. Oh doch, zwei Stunden Nachsitzen weil ich seine Autorität nicht anerkannte.

Verdammte scheiße! Ich würde zu spät zur Arbeit kommen! Das hieße weniger Lohn. Und das hieße erst recht, Ade Kette.

Verdammt!!!

Warum denn immer ich?

Später saß ich nun ganz alleine in der Klasse und wartete ab, das meine Mathelehrerin endlich das O.K. gab das meine Aufgabe richtig ist und ich endlich gehen könne.

Ich sah schnaufend nach draußen, hatte mich derweil mental auf eine Standpauke meines Chefs gefasst gemacht und sah zu wie weitere Schneeflocken vom Himmel herab fielen.

„Gut Joey, da sind nun keine Fehler mehr! Du kannst dein Heft abholen und nach Hause gehen.“

Pfh! Nach Hause, die hatte vielleicht lachen.

Durchaus schlecht gelaunt nahm ich dann mein Heft, verabschiedete mich und rannte so schnell wie möglich los.

Durch die Masse von kaufwütigen Menschen kämpfend, ging ich wie jeden Tag in diesem Monat eilig an den kleinen Geschäft vorbei als ich dann allerdings etwas niederschmetterndes feststellen musste.

Die Kette war weg!

Weg!!!

Als würde gerade die Welt still stehen, da jemand den Schalter umgelegt hatte, stand ich davor mit aufgeklappten Mund.

Das durfte doch nicht wahr sein! Das war doch wohl mehr als ein schlechter Scherz! Und wenn mir das Sandmännchen so einen bekloppten Alptraum schenkte, dann würde ich ihn persönlich vom Mond schießen!

Die Welt drehte sich wieder ruckartig weiter wie sie aufgehört hatte, als ich von einen 2 Meter Kerl angerempelt wurde und zu Boden befördert wurde. In Sekunden saugte sich meine Kleidung mit Wasser voll als ich dann durchaus nass wieder aufstand.

Würde heute noch etwas schief gehen, dann konnte keiner garantieren das ich Amok laufen würde. Vielleicht würde ich dann wenigstens mal im Fernsehen oder in der Zeitung erscheinen.

Schweren Herzens drehte ich mich dann vom dem Geschäft weg und machte mich mit müden Schritten auf den Weg zur Arbeit. Meine Motivation, die ich die letzten Tage im Überfluss hatte, war wie weggeblasen.

Frohe Weihnachten euch auch allen! Pah, welch Ironie!


Endlich mit der Arbeit fertig, kam ich nicht besser gelaunt und völlig kaputt nach Hause und ließ mich in gesamter Montur auf das Bett fallen. Den Tag noch mal vor meinen Auge gedanklich hervor holend, bemerke ich das es ein durchaus schlechter Tag gewesen ist.

Hatten Rektoren denn absolut keine Nächstenliebe? Nicht mal zur Weihnachtszeit? Und wenn überhaupt….

Moment mal!

Verwirrt bemerkte ich das irgendwas unter meiner rechten Schulter lag, was absolut deplaziert war. Mich aufrichtend lugte ich dann über meine Schulter ich dann plötzlich einen kleinen roten Samtbeutel vorfand.

Nun wirklich glaubend das der Sandmann mir einen sehr sehr schlechten Streich spielte, nahm ich es ganz vorsichtig in die Hand. Es war relativ leicht, also musste das was dort in den Beutel erhalten ist klein sein.

Aber von wem soll das bitte kommen? Auf meinen Vater tippe ich gewisslich nicht. Der hat leider keine Ahnung was Weihnachten bedeutet, oder vielleicht doch weil er dann noch tiefer ins Glas schaut als sonst.

Behutsam öffnete ich den Beutel und leerte den Inhalt vor mir auf den Bett aus. Und was mir da entgegen kam, war alles Andere als ich je erwartete hatte. Mit großen Augen blickte ich auf die Kette. Nicht irgendeine Kette, nein es war eine ganz bestimmte Kette.

Die Kette für meine Schwester!

Nun wirklich um meinen Verstand zweifelnd nahm ich sie in die Hand und sah mir den Anhänger genau an. Sie war es. 100% die Kette für die ich mich um Kopf und Kragen gespart habe.


Mich selbst einmal in die Haut zwickend, bemerkte ich dann doch das es kein Traum war. Aber verdammt, wer wusste das und vom wem kam es?

Nach irgendeinen Anhaltspunkt suchend, blickte ich noch mal in den kleinen Beutel als ich daran einen kleinen Zettel fand. Besser gesagt eine kleine Karte die gerade noch so hinein passte, mit einer kleinen Fee auf der einen Seite. Und was mich nun noch mehr verwirrte, mit einer Unterschrift auf der
Anderen.

Nicht das mir Unterschriften fremd waren, keines Weg. Aber bestimmt eine die /Die Weihnachtsfee/ lautet.

Mir stockte der Atem als ich wie gebannt auf die Unterschrift starrte, als würde ich versuchen wollen irgendwie etwas heraus zu finden.

Ich sah noch mal zu der Kette und zurück auf das kleine Kärtchen. Und ja doch, die Unterschrift brachte mir nun auf Anhieb doch das Indiz wem ich das zu verdanken hatte.

Auch wenn ich nicht ganz wusste, ob ich mich ernsthaft darüber freuen sollte.

Denn diese elegante, makellose und vor allem ausdrucksvolle Schrift besaß nur Einer.

Ja Einer!

Seto Kaiba.

Und irgendwie wurde es mir ab da dann doch klar, er hatte mich vor dem Schaufenster gesehen. Hatte mich vielleicht doch nicht so ignoriert wie ich die ganze Zeit dachte.

Er hatte heute morgen mitbekommen wie ich nachsitzen musste, hatte sich wohl gedacht das bei mir das Geld knapp war. Und hatte wohl auch mitbekommen wie interessiert ich der Geschichte der Weihnachtsfee zugehört habe, das er
entschlossen hatte für mich in die Rolle der Weihnachtsfee zu schlüpfen.

Den Anhänger wieder in zwei Fingern drehend musste ich bald anfangen zu lächeln.

Und morgen werde ich dem Rektor meine Interpretation von einer Weihnachtsfee präsentieren. Jawohl, und dir Seto ganz gewisslich auch!

Denn nun hatte ich doch verstanden, worum es wirklich in dem Märchen der Weihnachtsfee ging.

Nächstenliebe.

Und der einfache Gedanke, jemanden zu verhelfen ein schönes Weihnachtsfest zu haben.

Und diesmal werde ich der Erste sein der Frohe Weihnachten wünscht! Darauf kannst du einen lassen Seto! Und wenn ich noch einen kleinen Schmatzer auf die Wange drauf setzen muss.

Nur aus reiner Nächstenliebe versteht sich.

Denn ich muss ja immerhin meiner privaten Weihnachtsfee danken für ein schönes Weihnachten.

-The end-

Nachwort: Nur ganz kurz! Ich hoffe ihr hattet ein wenig Spaß an der kleinen Geschichte. Denn sie ist wirklich klein geraten. Aber ich dachte ich lasse es so, anstatt noch die Szene drauf zu setzten „wie“ sich Joey nun bedankt.
So ist es für den einen angedeutet und für den Anderen ein einfacher freundschaftlicher Aspekt.

Ich hoffe ich hab euch auch die Geschichte der Weihnachtsfee näher bringen können, die meisten kennen sie nämlich gar nicht!

Euch noch eine schöne Weihnachtszeit!

Eure Sabu



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