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15.12.


Autor:
JudyHolmes
Fandom: Digimon
Pairing: Taito (Taichi Yagami x Yamato Ishida)
Challenge: “Irgendwo dazwischen”
Feedback: Hier im GB oder auf Animexx


Irgendwo dazwischen


„Ta~hai!“

„Tai!“

„Tai?“

„Mensch Tai, was machst du?“

Die ungeduldige Stimme seines besten Freundes und gleichzeitig seines Geliebten drang durch jede Ecke in ihrer Wohnung. Nun waren sie schon fast zwei Jahre zusammen und niemand hätte gedacht, dass es jemals so lange halten würde. Selbst er war skeptisch, schließlich mussten sie sich nicht nur der Kritik ihrer Familie und ihrer Freunden stellen sonder auch dem harten Druck der Gesellschaft. Doch auch wenn die Gesellschaft nicht mehr ganz so prüde ist wie sie es früher einmal war, ist es in Japan immer noch ein umstrittenes Thema Schwul zu sein.
Man entspricht nicht der Norm.
Man ist ‚anders’.
Man wird überall seltsam angestarrt, wenn man sich outet.
Man ist weder Fisch noch Fleisch.
Man liegt irgendwo dazwischen.
Man(n) ist eben nicht ‚normal’.

„Sag mal Tai bist du schwerhörig?“

„Wir müssen jetzt gleich zur Uni und du hast es noch nicht mal geschafft dich aus dem Bett zu bemühen.“

Matt stand nun im Türrahmen ihres gemeinsamen Schlafzimmers, hatte die Arme vor der Brust verschränkt und einen ernsten Blick aufgesetzt. In dem Bett, das nahe am Fenster stand, wälzte sich Tai von die eine auf die andere Seite und versuchte krampfhaft zu unterdrücken das sein Freund recht hatte und er nun…

„ENDLICH AUFSTEHEN.“ …musste.

„Mein Gott ist ja okay, brauchst nicht gleich so rum zu schreien. Und ich bin nicht schwerhörig, um deine Frage von eben zu beantworten.“

Tai schlug die Decke zur Seite und stieg schwungvoll aus dem Bett und taumelte noch ganz verschlafen – die Weckversuche von Matt hatten wohl nichts geholfen, er sollte sich eine Trillerpfeife zulegen, vielleicht fühlte sich Tai ja dann dazu ermutigt endlich einmal rechzeitig und nicht auf den letzten Drücker aufzustehen – in Richtung Matt der ihm mit seinen glasklaren blauen Augen folgte. Seinem Ziel schon sehr nahe, drehte sich besagtes Ziel auf dem Absatz um und ging in Richtung Wohnzimmer.

„Hey, du kannst mich doch nicht einfach so stehen lassen…!“

„Aber natürlich kann ich das, mein lieber. Du vergisst, ICH bin vollständig angezogen und fertig zum gehen. DU allerdings solltest dich ein wenig beeilen, nach meiner Uhr hast du noch genau zwanzig Minuten bis deine erste Vorlesung anfängt.“

„Du weißt wie mein Stundenplan aussieht? Du überraschst mich immer wieder.“

Als Tai gerade zu Matt laufen wollte, hob dieser seinen Arm und tippte mit dem Zeigefinger auf das Ziffernblatt um dem Sportstudenten somit klar zu machen, dass er sich beeilen sollte.
Tai sprang darauf jedoch nur wieder willig ein, denn er wünschte sich nichts sehnlicher als seinen Geliebten in den Arm zu nehmen und ihn leidenschaftlich zu küssen. Seinetwegen könnten sie auch die erste Lesung verpassen und anderswo ihren ‚Spaß’ haben. Allerdings sah Matt die ganze Sache von wegen ‚zu spät kommen’ und ‚blaumachen’ anders als Tai.

„So fertig.“

Noch im gehen den roten Pulli überziehend trat Tai vom Flur ins Wohnzimmer, wo Matt auf der Couch saß und ununterbrochen das Programme durch zappte. Als er Tai reinkommen sah, schaltete er den Fernseher aus und stand auf.

„Du hast es ja doch noch rechtzeitig geschafft, ich wollte schon ne Wette abschließen. Aber als Sportstudent sollte man es eigentlich von dir erwarten können.“

Ohne Vorwarnung stürmte Tai auf Matt los und küsste ihn hemmungslos. Tai kannte die Schwächen seines Partners und zögerte nicht sie gegen ihn ein zusetzen. Tai merkte wie Matt peu a peu seinem Charme erlag. Es war doch immer dasselbe Spielchen. So langsam sollte auch Matt es begriffen haben. Tai wusste einfach, dass er ihm nicht widerstehen konnte und schon gar nicht wenn es ums küssen ging. Langsam wanderte Tai von Matts Lippen hinunter zu seinem Hals, verweilte dort eine kurze Zeit und glitt dann wieder hoch zu seinen weichen Lippen. Doch gerade in dem Moment, als Tai gedacht hatte, dass Matt ihm endgültig erliege, drücke dieser Tai mit sanfter Gewalt von sich und sage mit leiser aber bestimmter Stimme:

„Jetzt ist aber Schluss. Auch wenn du genau weißt wie du mich rumkriegen kannst. Ich habe immer noch einen gewissen Grad an Selbstbeherrschung um unsere Liebelei auf heute Abend zu verlegen. Im Gegensatz zu dir habe ich nämlich keine Lust zu meiner Vorlesung zu spät zu kommen.“

Wieder willig ließ Tai nun endgültig von Matt ab und zog seine Jacke an.



Während die beiden ihren Vormittag in unterschiedlichen Hörsälen verbrachten, trat der erste Schnee dieses Jahres in Tokio ein. Leise und unaufhörlich viel dieser auf die Dächer der Stadt und bildete eine weiße Schicht auf den Straßen.
Tai mochten Schnee, aber warum musste er ausgerechnet immer dann fallen wenn sie am Nachmittag noch Fußballtraining hatten. Er würde sich, vor dem warmlaufen, sicher alle Gliedmaßen abfrieren.
So ein Mist! Außerdem musste er noch Weihnachtsgeschenke besorgen. Langsam wurde er etwas nervös. Tai hatte noch kein Geschenk für Matt und er wusste genau, dass es immer eine Tortur war ein Geschenk zu finden. Eigentlich hatte Tai Jahr für Jahr gehofft, dass es einfacher werden würde etwas Passendes zu finden, aber Fehlanzeige! Es wurde eher schwieriger. Er musste sich unbedingt etwas einfallen lassen. Aber was…?

„Yagamai! Träumen sie nicht in der Gegend rum sondern beantworten sie mir meine Frage.“

Tai blieb nichts anderes übrig als seine Terminregelungen auf nachher zu verschieben.



„Ma~att bin wieder da.“

„Puh, das was vielleicht ein anstrengender Tag heute. Erst hatte ich nach der Schule noch Training und dann musste ich auch noch Weihnachtsgeschenke besorgen. Man, ich kann dir sagen, in der Stadt war vielleicht was los!! Tz, dass die Leute auch immer alle gleichzeitig einkaufen gehen müssen. Oder noch besser, warum müssen sie immer dann einkaufen gehen wenn ich es auch muss. Schon verrückt sag ich dir. Ich glaube für dich wäre es besser wenn du deine Geschenke im Internet besorgen würdest, du bist ja so verrückt nach großen Menschenansammlungen.“

Tai hatte bereits seine Schuhe ausgezogen und seine Jacke am Garderobenständer aufgehängt. Es wunderte ihn warum er noch immer keine Antwortet bekommen hatte, denn immer wenn Tai seine Redeanfälle hatte meldete sich irgendwann seine bessere Hälfte um dem Einhalt zu gebieten.
Doch wo war sie nur, seine bessere Hälfte?
Er konnte sich das nicht erklären.
Das war gar nicht seine Art.

„Matt?“

Tai trat in die Küche. Niemand war da.
Er ging ins Wohnzimmer. Niemand zu sehen.
Bad. Fehlanzeige.
Schlafzimmer. Nichts.
Garten. Völlige Leere.
Er war Cast away,
verschollen.
Matt, der pünktlichste Mensch auf dieser gottverdammten Welt.
Er, der immer eine Nachricht hinterließ und sei es nur eine kleine Notiz.
War auf einmal wie vom Erdboden verschlugt.
Das entsprach noch nicht mal ansatzweise seinem sonstigen Verhalten.
Tai stand am Rande des Wahnsinns.
Er wusste nicht was er tun sollte.
Was macht man nur in so einem Fall?
Die Polizei rufen?
Die CIA benachrichtigen?
Interpol verständigen?
Es klopfte an der Tür. Zuerst nahm Tai es gar nicht war doch nach häufiger und lauter Wiederholung des Pochens, wo man schon bedenken haben musste, dass die Tür nicht aus den Angeln gerissen würde, machte Tai sich benommen und mit glasigem Blick auf den Weg. Langsam drückte er die Türklinke herunter und öffnete, immer noch unkoordiniert taumelnd, die Tür. Währenddessen fieberhaft am überlegend, was denn nun die beste Möglichkeit wäre Matt zur Hilfe zur eilen, trat er auf Seite um die immer noch nicht identifizierte Person hereinzulassen.

„Es wäre echt nett von dir wenn du mir mal helfen könntest.“

Die dumpfe Stimme seines verschollen geglaubten Freundes drang mit unheimlicher schärfe an sein Ohr, so das er endlich aus seiner Trance erwachte.

„Oh mein Gott, MATT!“

Tai wollte gerade zu einer Umarmung ansetzen, als er sah, was ihm den Weg versperrte.

„Scheiße Matt wie siehst du denn aus? Wer hat dich in ‚das da’ verwandelt? Zeig ihn mir und ich mach ihn kalt.“

„Hey Prinz Eisenherz nun mach mal halblang. ‚Das da’ ist unser diesjähriger Weihnachtsbaum und ich stehe dahinter. Also könntest du mir jetzt freundlicher weise mal zu hand gehen?!“

Tai fand nun endlich wieder einen Weg in die Realität.

„Natürlich dafür müsstest du nur den Baum weg legen.“

„Mensch Tai lass deine versauten Zweideutigkeiten, hör auf so dreckig zu grinsen, wahrscheinlich eins von denen, bei denen ich im Normalfall schwach geworden wäre, und hilf mir das Ding ins Wohnzimmer zu tragen.“

Zu zweit ging es dann doch etwas einfacher den Baum in die Wohnung zu buchsieren. Tai war erstaunt das Matt es überhaupt geschafft hatten das Monstrum von Baum die enge Treppe hinauf zu schleppen, bei seinem zierlichen Körper. Der Gedanke an Matt und seinen Körper machte ihn ganz… wuschig. Er glaubte zu meinen, dass die nächsten paar Stunden bei ihnen sowieso nichts laufen würde, da, wie er die schlimme Befürchtung hatte, Matt jetzt KEINE Pause einlegen wollte, sonder lieber mit ihm ausdiskutieren wollte wo sich denn der Weihnachtsbaum am besten macht und wie sie ihn schmücken sollten.
Doch abgesehen von all diesen Tatsachen war Tai einfach nur froh seine bessere Hälfte wieder um sich zu haben.

„Sag mal Tai warum warst du eben eigentlich so weggetreten? Ist irgendwas passiert?“

„Nein, nein. Aber tu mir bitte den Gefallen und schreib demnächst wieder ne Nachricht wenn du später kommst! Denn ein bisschen Sorgen habe ich mir schon gemacht. Ich hab sogar mit dem Gedanken gespielt die CIA oder Interpol zu benachrichtigen.“

„Du Dummerchen.“

Matt ließ von dem Weihnachtsbaum ab und ging zu Tai hinüber. Er schlang seine zierlichen Arme um die breiten Schultern des Sportlers. Tai konnte nicht glauben dass Matt ausgerechnet jetzt von seinem geliebten Spielobjekt – dem Baum – abließ nur um ihm zu zeigen wie sehr er ihn liebte. Doch, diesmal ohne versaute Hintergedanken, schlang Tai ebenfalls seine Arme und Matt.

„Manchmal bist du echt ein unverbesserlicher Pessimist.“

Matt ließ wieder von Tai ab, was diesem gar nicht gefiel, und wandte sich wieder dem Baum zu.

Ganze drei Stunden verbrachten sie damit auszusuchen wo der Weihnachtsbaum letztendlich stehen sollte, den Weihnachtsschmuck aus dem Keller zu holen, den Baum zu schmücken, den Rest der Wohnung weihnachtlich zu gestalten, alles auf zuräumen und die Sachen wieder ordentlich zu verstauen.

„Puh, was bin ich froh das Weihnachten nur einmal im Jahr ist.“

Matt, der gerade die letzte Kerze angezündet hatte, setzte sich neben den schnaufenden Tai.

„Ach naja, so schlimm war es nun auch wieder nicht.“

„Jetzt noch was gutes zu Essen und Sex mit meinem geliebten Freund und die Welt ist in Ordnung.“

„Das mit dem Essen lässt sich leicht beheben, hol doch schon mal nen Flyer vom Pizzataxi. Aber ich glaube auf den Sex musst du heute wohl verzichten. Ich muss noch was für Morgen vorbereiten und außerdem wollte ich es mal schaffen früh ins Bett zu gehen.“

Tai war von der Idee heute keinen Sex zu haben nicht besonders begeistert, aber was sollte er machen auf die Vergewaltigungsnummer stand er absolut nicht. Also hieß es Augen zu und durch. Tai hatte auch endlich ein Geschenk für Matt gefunden, obwohl er immer noch nicht ganz zufrieden damit war. Sollte es je ein perfektes Geschenk für Matt geben, würde es Tai wohl für immer und ewig verborgen bleiben.
Der Tag der Tage rückte zunehmenst näher und Tais Vorfreude ließ sich kaum noch verbergen.

„Boah, ich glaube du musst mir heute beim einschlafen helfen, sonst pack ich das nicht.“

„Kein Problem. Was soll ich tun? Dir Schlaftabletten einflößen? Nen Kinnhacken geben? Oder bevorzugst du doch lieber ein Schlaflied, habe gerade eins geschrieben.“

„Ich probiere Antwort c) die mit dem Schlaflied.“



Die Sonnenstrahlen des kalten Dezembermorgens legten sich wie eine warme Decke über Tais makelloses Gesicht. Dieser fand das zwar sehr angenehm aber war jedoch alles andere als begeistert darüber. Doch je mehr er versuchte sich wieder in den Schlaf zu wälzen, desto stärker wurde ihm klar, dass es absolut keinen Sinn mehr hatte. Der Schlafplatz neben ihm war leer und plötzlich drang ein angenehmer Geruch von Kaffee an seine Nase. Völlig betört von dem starken Geruch torkelte Tai in Richtung Küche.

„Oh, der Herr hat es geschafft noch vor dem Wecker auf zu stehen und mein Weckkommando muss heute auch nicht ausrücken. Applaus.“

Ein völlig angezogener und perfekt gestylter Matt saß am Küchentisch und trank Kaffee. Ohne auf die Anspielungen seines Geliebten zu achten setzte sich Tai diesem gegenüber. Matt stand auf, griff in einen Schrank und stellte Tai eine Tasse vor die Nase. Der immer noch benommene und zerknautschte Tai nahm die Kanne mit dem fast schwarzen Getränk und goss sich einen guten Schluck ein. So schnell es das heiße Gebräu zuließ, tank Tai es aus und ging Wortlos in Richtung Bad. Matt begutachtete dies mit einem leichten, zufriedenem lächeln auf dem Lippen.
Pünktlich und ohne zu hetzen verließen die beiden gemeinsam ihre Wohnung.

„Du Matt…“

„Mmh?“

„Ich habe mir gedacht, da wir beide Morgen erst um zehn die erste Vorlesung haben, könnten wir doch heute mal, nun ja, vielleicht, eventuell, nur wenn du magst und nichts anders vorhast…“

„Komm zum Punkt Tai.“

„Schon gut. Vielleicht könnten wir dann heute Abend essen gehen.“

„Okay.“

Tai blieb abrupt stehen.

„Warum bleibst du sehen?“

„Ich wundere mich, dass du ohne jedes ‚Da muss ich erst im Terminkalender gucken’, ‚Könnte sein das es nicht geht’ oder ‚Tut mir echt leid aber wir schreiben ne wichtige Prüfung.’ ja sagst.“

„Wenn du willst dann kann ich das gerne nachholen, wenn es dir soooo wichtig ist.“

„Nein, nein schon gut. Also sei für acht fertig.“



„Meinst du nicht dass das Restaurante ein bisschen zu, naja, teuer ist?“

„Liebling, zerbrech dir mal nicht dein süßes Köpfen darüber.“

Tai war aufgefallen das sie beide noch nie wirklich Essen gegangen waren. Vielleicht lag es daran das sie sich die ganze Zeit über nicht den peinlichen Blicken der anderen Restaurante Besuchern aussetzen wollten, wenn denen klar wurde, dass sie nicht nur ‚gute Freunde’ waren. Mit der Zeit hatten sie jedoch gelernt gegen genau diese Blicke ‚resistent’ zu werden. Auch wenn es ihnen in vielen Situationen nicht leicht fiel.
Der Hauptgang ging und das Dessert kam und immer wenn Tai Matt anblickte hatte er das Gefühl, dass er sich unwohl fühlte. Mittlerweile hatten auch die anderen Gäste bemerkt wie die beiden zueinander ‚standen’.

„Hey, wenn du gehen möchtest dann sag es.“

„Nein, alles in Ordnung.“

Tai wusste, dass es gelogen war und ebenso wusste er, dass Matt ihm den Abend nicht versauen wollte. Doch konnte Tai den Abend nicht so genießen wie er es eigentlich vorgehabt hatte. Immer wieder spürte er fremde Blicke in seinem Nacken und dies trieb ihm eine Gänsehaut durch den Körper.
Ohne richtig zu wissen was er da eigentlich tat, beugte er sich zu Matt vor und küssten ihn zärtlich. Tai merkte, dass Matt total perplex war und nicht wusste was er jetzt tun sollte. Genauso plötzlich, wie der Kuss angefangen hatte, endete er auch wieder. Tief in seinem innern wusste er, was ihn da geritten hatte. Er wollte beweisen, nein zeigen, dass sie beide zusammen gehörten und egal was die Anderen darüber dachten oder sagten, es würde nichts daran ändern.
Tai wusste das er einen Fehler gemacht hatte denn die Situation entspannte sich keinen falls. Matt wurde nur noch ungeduldiger und die Blicke noch bohrender. Nun ging auch das Dessert und somit kam die Rechnung. Alles ging nun recht zügig von statten.
Sie bezahlten zogen ihre Jacken an und gingen nach hause.

„Was sollte das?“

„Was sollte was?“

„Stell dich nicht dumm, Tai. Was sollte das eben im Restaurante?“

„Das war ein Kuss, nichts weiter. Ein stink normaler Kuss. Ich hatte eben das Bedürfnis dich zu küssen, ist das verboten?“

„Mag sein das es deinem Bedürfnis entsprochen hat, aber du wusstest ganz genau das die Leute nur darauf gewartet haben, endlich eine Bestätigung zu bekommen von dem, was sie ohne hin schon geahnt haben.“

„Dann ist es eben so. Dann wollte ich ihnen zeigen, dass wir zusammen sind. Und wenn schon. Sonst stört es dich auch nicht wenn ich dich küsse.“

„Mensch Tai es geht hier in erster Linie nicht um den Kuss, es geht darum, dass…“

„Es geht darum, dass es dir peinlich war, dass ich dich geküsst habe. Es geht darum, dass wir am besten nur zuhause ein Paar sind und uns nahe sein können. Ganz ernsthaft Matt, ich bin nicht blöd.“

„Hör zu Tai, alles was ich will ist nicht ständig angestarrt zu werden wenn wir beide händchenhaltend durch die Stadt gehen. Sie sollen es endlich akzeptieren, dass wir ein Paar sind. Ich will mich nicht in der Öffentlichkeit verstellen. Ich möchte dich eben so gerne berühren, der ganzen Welt zeigen, dass ich dich liebe. Aber es ist nun mal nicht so einfach wie wir es uns manchmal vorstellen oder wünschen.“

„Manchmal frag ich mich echt warum wir, dass hier alles machen. Ich wusste von Anfang an, dass es nicht einfach sein würde, doch, dass die Gesellschaft so intolerant ist hätte ich bei aller liebe nicht gedacht. Matt, ich liebe dich und habe keinen Bock mehr mich in der Öffentlichkeit anders zu verhalten als ich es sonst auch tue. Das bin nicht ich. Ich weiß, dass es dir schwer fällt deinen Gefühle offen zu zeigen, immerhin kenn ich dich schon mein halbes Leben, doch hätte ich erwartet, dass du auch irgendwann über deinen Schatten springst und es dir egal ist was über uns gesagt und gedacht wird.“

„Du hast Recht, ich habe Angst davor mich irgendwann alleine auf der Straße wieder zu finden. Ich habe ebenfalls Angst davor dich zu verlieren. Und das will ich nicht, denn du bist der einzige Mensch der mir gezeigt hat, was das Leben lebenswert macht. Du gabst mir den Mut an mich selbst zu glauben, in dem du an mich geglaubt hast. Du bist die Person der ich mein Leben anvertrauen würde. Doch ich bin noch nicht soweit um mich ganz gehen zu lassen, ich kann noch nicht so unbeschwert und selbstbewusst durchs Leben gehen wie du. Noch ist nicht der richtige Zeitpunkt gekommen.

„Glaub mir, bald werden wir nicht mehr irgendwo dazwischen stehen oder komisch angeguckt werden. Bald, wenn die Gesellschaft toleranter geworden ist, werden wir nicht mehr abnormal sein.“

„Hoffentlich.“


The End





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