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Nicht vergessen < heute sind wieder zwei Beiträge drin. ^_^

17.12.


Autor: Luinaldawen
Fandom: Digimon
Pairing: Taito
Challenge: "Mistelzweig"
Feedback: Hier im GB oder auf Animexx


Unterm Mistelzweig


Die Stille die uns empfängt, als wir den weihnachtlich geschmückten Raum betreten, ist so vollkommen, dass sie mir in den Ohren dröhnt.
Die Augenpaare der bereits vollzählig Anwesenden sind starr auf uns gerichtet. Ich kann nicht verhindern, dass mir flau im Magen wird.
Was gucken die so?
Und… warum um alles in der Welt grinsen Takeru und Hikari so begeistert?
Gut, wir sind zu spät, aber das ist sicher nicht meine Schuld!
Mein Blick wandert anklagend zu meinem Begleiter, der neben mir hinter der Tür steht. Braune Augen blicken in aller Unschuld zurück.
Hätte ich bloß nicht auf ihn gewartet! Warum kann ich seinem Dackelblick nur nicht widerstehen!?
Nur mein Herz könnte mir die Antwort geben, aber ich will sie gar nicht hören.
Irgendjemand beginnt zu kichern.
Mimi.
Sora fällt mit ein, auch Karis fast schadenfrohes Grinsens wandelt sich augenscheinlich immer mehr in Richtung eines überdimensionalen Lachkrampfes.
Mein kleiner Bruder kann sich schon nicht mehr beherrschen und dreht mir den Rücken zu um in aller Ruhe lachen zu können.
Sogar Ken, der immer ernste Ken, verzieht das Gesicht zu etwas, das großzügig ausgelegt, etwas wie der Beginn eines Lächelns sein könnte.
Jetzt machen die mir aber Angst… was in aller Welt ist so komisch? Verwirrt sehe ich Taichi an, der kann mir aber auch nicht wirklich weiterhelfen. Er beugt sich zu mir rüber und flüstert: „Man sollte Minderjährigen wirklich keinen Alkohol geben…“
„Ich glaube nicht, dass die betrunken sind“, gebe ich genauso leise zurück.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Alkohol noch die harmloseste Erklärung wäre…
Während unsere sogenannten ‚Freunde’ sich bald nicht mehr halten können, vor unterdrücktem Gelächter, erbarmt sich Mimi unser und deutet zaghaft nach oben.
Das schadenfrohe Glitzern in ihren Augen will mir gar nicht gefallen. Welchen bekloppten Brauch hat sie aus den USA mitgebracht?
Ich ahne was…
Nur zögernd folge ich Tais Beispiel und sehe nach oben. Er misst die anderen inzwischen mit einem perfekten ‚Seid-ihr-jetzt-vollkommen-durchgedreht?-Blick’ wie ich ihn nicht besser hätte hinkriegen können.
Gut, dann muss ich mir die Mühe wenigstens nicht mehr machen.
Ich könnte es auch gar nicht, davon mal ganz abgesehen!
Über unseren Köpfen hängt doch tatsächlich einer dieser… voll behämmerten… Mistelzweige!
Eine sehr unwillkommene Röte schießt in mein Gesicht, die anderen grinsen noch breiter. Um wenigstens irgendwie auch nur einen kleinen Teil meine Würde zu bewahren fauche ich: „Was soll der Scheiß?“
„Das ist ein Mistelzweig, weißt du das etwa nicht? Wenn zwei Personen darunter stehen, müssen sie sich küssen“, erklärt Hikari in aller Seelenruhe mit einer zuckersüßen Stimme für die ich sie am liebsten erwürgen würde. Aber da Tai mir das vermutlich übel nehmen würde, verdrehe ich nur genervt die Augen. „Stell dir vor, das weiß ich selber!“
„Was fragst du dann so blöd?“ Dieser vollkommen überflüssige Kommentar kommt von Takeru. Als Dankeschön erntet er einen vernichtenden Blick meinerseits. Und so etwas will mein Bruder sein! Dieser kleine, miese Verräter! Sein Weihnachtsgeschenk kann er sich schon mal abschminken!
„Ach kommt schon, stellt euch nicht so an“, flötet Mimi strahlend, ihre neue Digitalkamera schon in der Hand, den Finger am Auslöser. Die will meine – unsere – Schmach auch noch mit einem Foto festhalten!
Obwohl… wenn ich ehrlich bin, hätte ich nichts dagegen, Tai zu küssen… bis jetzt habe ich das aber hoffentlich erfolgreich geheim gehalten. Wer weiß, wie Tai darauf reagieren würde. Und jetzt habe ich den perfekten Vorwand… auf die erwartungsvollen Gesichter unserer Freunde könnte ich allerdings sehr gut dabei verzichten.
Schließlich wird es Mimi zu bunt. „Kari und TK mussten sich auch küssen, also los jetzt!“
„Die sind ja auch zusammen!“, entgegne ich sofort. Tai hat seine sonst so große Klappe immer noch nicht aufgemacht. Muss ich mir Sorgen machen?
Die Reaktion unserer kleinen Geschwister lenkt mich ein wenig ab. Beide erröten heftig und Takeru protestiert: „Sind wir gar nicht!“
Kari zieht eine Schnute und… küsst ihn einfach vor versammelter Mannschaft mitten auf den Mund! „Das sehe ich aber anders!“
Daisuke klappt den Mund auf und zu, wie ein Fisch auf dem Trockenen, ich kann förmlich sehen, wie alle seine Träume auf eine gemeinsame Zukunft mit Kari wie eine überdimensionale Seifenblase zerplatzen.
Wenigstens einer, der jetzt weiß, woran er ist.
Das kann ich von mir leider nicht behaupten. Tai macht immer noch keine Anstalten, meinen Protest zu unterstützen, er sieht sich aber unauffällig nach einem Fluchtweg um.
Das kann er sich sparen, die Tür hinter uns dürfte noch offen sein.
Bevor ich aber der Versuchung nachgeben und verschwinden kann, sagt er endlich auch mal etwas. „Bei den beiden ist es auch wohl etwas anderes! Wir sind erstens kein Paar und zweitens… beides Jungen…“ Er sieht mich unsicher an. Das macht mich stutzig. Tai und Unsicherheit? Hallo? Der sagt unserem Englischlehrer ins Gesicht, dass er anstatt die Hausaufgaben zu machen, lieber Fußballspielen gegangen ist! Und das ist normalerweise… glatter Selbstmord.
Natürlich nur, wenn man nicht rein zufällig der Star unserer Fußballmannschaft ist. Dann darf man das natürlich.
Was soll das jetzt also? Verwirrt ziehe ich die Augenbrauen zusammen und frage mich, was er von mir hören will.
Ich habe dem, was er gesagt hat, nichts mehr hinzuzufügen, er hat die Situation erstaunlich knapp auf den Punkt gebracht.
Natürlich hätte er sich das bei zu allen entschlossenen Mädchen vor uns auch sparen können.
Die haben nicht vor, uns so schnell vom Haken zu lassen… wirklich schade…
„Es ist nur ein Kuss! Muss ja nicht mal mit Zunge sein!“, sagt Mimi stur. Sora, Kari und Miyako nicken. Ich spüre zu meiner Schande, wie ich wieder rot werde. Was die für Vorstellungen haben… Neben mir hat Tai auch eine merklich dunklere Gesichtsfarbe angenommen.
Der männliche Anteil unserer Freunde beschäftigt sich demonstrativ mit etwas anderem, man sieht ihnen an, wie froh sie sind, dass es uns und nicht sie getroffen hat.
Wo bleibt hier die Solidarität?!
Es muss doch eine Möglichkeit geben, sich vor diesem Kuss zu drücken!
Vielleicht sollte ich diesen Weibern ein schnell wirkendes Gift in die Cola zu schütten?
Aber leider gehöre ich nicht zu der Sorte Mensch, die so was mit sich herumschleppen, außerdem müsste ich dafür erst mal von diesem Mistelzweig wegkommen… was sich als schwierig erweisen dürfte, da Mimi uns erwartungsvoll anfunkelt.
Bevor ich mir eine plausible Ausrede einfallen kann – Herpes glauben die mir eh nicht –, legt Tai seine Hand auf meine Schulter und meint leise: „Ich glaube, wir tun ihnen besser den Gefallen. Ist doch nichts dabei.“
Dem könnte ich widersprechen, tue es aber nicht.
Dann müsste ich ja erklären, wo mein Problem ist und das will ich ganz bestimmt nicht!
So oder so, die anderen würden es uns nicht vergessen lassen… ich nicke schicksalsergeben. Welche Wahl habe ich denn schon?
Okay, ich könnte einfach abhauen, das würde ich aber wohl nicht überleben, Mimi sieht aus, als wäre sie bereit, für diesen dämlichen Brauch notfalls auch einen Mord zu begehen.
Schon spüre ich, wie Tai seine Hand unter mein Kinn legt und seine Lippen auf die meinen. Ich weiß nicht warum, aber meine Augen schließen sich automatisch, in letzter Sekunde sehe ich, wie sich Tais Lider ebenfalls senken.
Kurz habe ich die anderen vollkommen vergessen… Tais Lippen sind so weich…
Dann blitzt es und wir fahren auseinander.
Mimi hat ein Foto gemacht, dass sie uns sofort zeigen muss. Kari trippelt hinterher und quietscht ein lautstarkes „Wie süüüüüüüß“
Ich wende mich ab und mache einen auf beleidigt.
Tai dagegen ist so wie immer. Neugierig sieht er sich das Foto an und lacht.
Natürlich… für ihn war es nur ein lächerlicher Scherz zu Weihnachten. Ihm hat es nichts bedeutet.
Kurz trifft mich sein Blick. Er lächelt.
Es hat ihm nichts bedeutet.
Oder?


Ende

Frohe Weihnachten euch allen!




*************



Autor: CarolPet
Fandom: Yu-Gi-Oh
Pairing: Hints auf Joey + Yugi
Challenge: "Schneelind"
Feedback: Hier im GB oder auf Animexx


~ Schneeblind oder Sonnenbrillen sollte man auch im Winter tragen ~

„Nun komm schon Yugi, ich geb sie Dir auch wieder!“

Ich weiß nicht, wieso ich jedes Mal darauf reinfalle, aber ich seufze resigniert und nicke meinem besten Freund zu.

„Von mir aus, aber nur bis Weihnachten, dann bekomm ich sie wieder, Okay?“

Er grinst mich übermütig an und nickt heftig.

„Natürlich, Du kennst mich doch!“

Ich ziehe meine rechte Augenbraue ein wenig hoch und mustere ich ihn skeptisch.

„Erinnerst Du Dich noch an den Schal, den Du Dir letzten Winter von mir geborgt hast?“

Joey kratzt sich etwas verlegen am Hinterkopf.

„Ich kann doch nichts dafür, dass dieser komische Hund den langen Schal so lustig fand, dass er daran ziehen musste!“

Ich verschränke die Arme.

„Und was war mit dem Regenschirm im Frühling?“

Er lächelt entschuldigend.

„Den hab ich beim Frisör vergessen.“

Ich lege meinen Kopf leicht schief und schau zu ihm hoch.

„Und mein Wasserball, den ich Dir im Sommer gegeben habe?“

Er hebt abwehrend seine Hände.

„Hey, das war nicht meine Schuld, Tristan hat den so weit rausgeworfen und die Strömung war zu stark für mich!“

Ich nicke kurz.

„Und mein Buch ‚Der schwarze Magier.’?“

Joey schaut verlegen auf den Boden.

„Sorry, ich hätte beim Lesen wohl besser kein Kaffee trinken sollen, dann hätte ich die volle Tasse nicht über das Buch gekippt.“

Ich seufze leise.

„Schon gut, schon gut. Vergiss es einfach! Aber sag mal, wozu brauchst Du eigentlich meine Sonnenbrille?“

Er lacht leicht und zeigt mit dem Finger auf die Sonne, die ziemlich hoch am Himmel steht.

„Ganz einfach Yugi, die Sonne scheint.“

Ich schüttle etwas verwirrt den Kopf.

„Aber Joey, es ist Winter, kein Sommer, im Winter trägt man keine Sonnenbrillen!“

Joey verschränkt etwas beleidigt die Arme.

„Du hast doch keine Ahnung Alter! Hast Du schon mal was von Schneeblindheit gehört?“

Ich blinzle irritiert.

„Schneeblindheit?“

Joey nickt heftig.

„Genau!“

Ich schüttle den Kopf.

„Joey, es liegt gar kein Schnee!“

„Na und! Morgen soll es aber schneien und da muss ich vorbereitet sein! Ich hab nämlich keine Lust schneeblind zu werden!“

Ich zieh etwas verwirrt die Augenbrauen zusammen.

„Im letzten Jahr hat es Dich aber nicht gestört.“

„Im letzten Jahr hab ich aber Kaiba mit Tristan verwechselt und ihm einen Schneeball an den Kopf gedonnert, dafür hab ich ne mächtige Standpauke kassiert, so dass mir noch zwei Tage danach die Ohren geschmerzt haben!“

Ich unterdrücke den plötzlichen Impuls, laut zu lachen und grinse nur leicht.

„Ich erinnere mich, man hat die Standpauke sogar noch im Schulgebäude gehört!“

Joey nickt und läuft ein wenig rot an.

„Du sagst es Alter. Die ganze Sache ist aber nur passiert, weil die Sonne so grell war und der verdammte Schnee so weiß, dass ich nix mehr sehen konnte. Ich war geblendet!“

„Aber etwas Gutes hatte die Geschichte doch, Kaiba hat Dich für den Rest des Winters in Ruhe gelassen.“

Joey legt den Kopf leicht schief und grinst.

„Der hat sich ja auch beurlauben lassen und sich in seine Firma verkrochen bis der Schnee wieder getaut war!“

Ich nicke kurz.

„Stimmt allerdings. Na wie auch immer, ich werd mal meine Sonnenbrille suchen und hoffen, dass ich sie heil wiederbekomme.“

„Ich versprech´s Dir Yugi. Und wenn ich diesmal was kaputt mache oder verliere, darfst Du Dir was von mir wünschen.“

Ich lächle leicht.

„Egal was?“

Joey nickt.

„Solange es mich nicht umbringt, tu ich Alles für Dich!“

Mein Herz schlägt ein kleines bisschen schneller und ich spüre, wie sich eine leichte Röte auf meinem Gesicht breit macht.

„Nun gut, wie Du meinst. Keine Sorge, ich werde sicher nichts Unmögliches von Dir verlangen, falls Du meine Sonnenbrille nicht heil zurückgeben kannst.“

„Okay.“

Ich gehe mit leicht unsicheren Schritten die Treppe zu meinem Zimmer hinauf, um meine Sonnenbrille zu holen, damit Joey sie sich ausborgen kann und vielleicht nicht mehr zurückbringt.

Irgendwie hoffe ich tatsächlich darauf, dass er auch dieses Mal meine Sachen verliert oder zerstört, denn dann kann ich mir etwas von ihm wünschen. Außerdem ist ja bald Weihnachten und an Weihnachten werden doch Wünsche erfüllt, oder nicht?

Joey ist mein bester Freund, aber manchmal ist das einfach nicht genug. Wenn er mir zu Weihnachten mitteilt, dass er mir die Sonnenbrille nicht mehr zurückgeben kann, werde ich mir etwas ganz Besonderes von ihm wünschen. Ich hoffe nur, dass er danach nicht böse auf mich ist.

Ich zucke etwas mit den Schultern.

Eigentlich ist es seine eigene Schuld, er hat ja gesagt, er würde Alles für mich tun, solange es ihn nicht umbringt. Und ein klitzekleiner Kuss wird ihn sicherlich nicht umbringen.

Und wer weiß, vielleicht passiert an Weihnachten sogar noch ein Wunder. Weihnachten ist ja immerhin das Fest der Liebe!

Ich freu mich schon jetzt auf Joey´s Entschuldigung, wenn er an Heiligabend ohne meine Sonnenbrille zu Opa´s Weihnachtsfeier kommt.

Ich hätte sicher nichts dagegen, wenn Joey jedes Jahr schneeblind ist, wenn ich mir dafür jedes Jahr etwas von ihm wünschen kann!




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