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18.12.

Autor:
Dark-Unicorn
Fandom: Yu-Gi-Oh
Rating: U
Pairing: Seto x Joey
Challenge: “Rot passt nicht zu deinen Haaren!”
Feedback: Hier im GB oder auf Animexx


Es war ein milder Tag im Dezember, genau sieben Tage vor Weihnachten.
Kaiba Seto saß wie immer neuerdings in seinem Arbeitszimmer in der Kaiba Villa und ging einige wichtige Dokumente durch, um am Heiligabend rechtzeitig Feierabend machen zu können. Denn dieses Jahr wollte er auf keinen Fall, wie die letzten Male, in seinem Büro verbringen, hatte er doch jetzt sogar zwei Gründe, um zum Fest zu Hause zu sein.
Ja, zwei.
Sein geliebter Bruder Mokuba natürlich und seit einigen Monaten auch Jounouchi Katsuya, mit dem er, zum Unglauben aller, eine ziemlich glückliche Beziehung führte.

Sicher gab es auch mal Streit - Der fiel dann auch entsprechend heftig aus. – aber ansonsten kamen sie ganz gut miteinander klar.
Seto war den ganzen Tag im Büro und auch der Blonde ging arbeiten, immerhin wollte er nicht vollständig von Seto und dessen Geld abhängig sein.
Erst abends kamen beide vollkommen erschöpft nach Hause und hatten dann eigentlich keine große Lust mehr zu streiten und außer gelegentlichen Küssen und Fummeleien sah es auch recht trüb aus.
Aber sie waren glücklich, so wie es war.

Bis auf die seltenen Momente, in denen es eben nicht so war.

Wie gerade jetzt.

Setos Nerven waren schon ziemlich herunter.
Warum konnte nicht einfach alles so laufen, wie er wollte? Seine Mitarbeiter waren ja so unfähig!
Gerade hatte er einen Bericht gelesen, der ihn über die Tests mit einem seiner neuen Produkte informierte. – Und es war einfach unmöglich! Konnte doch nicht sein, dass etwas dermaßen schief laufen konnte! Und das auch noch in seiner Firma!

Schon seit einigen Minuten versuchte er nun die Verantwortlichen für diese Fehlentwicklung zu erreichen und zur Rechenschaft zu ziehen, aber irgendwie schienen die sich vorsorglich versteckt zu haben, denn selbst nach mehreren Telefonaten war es ihm einfach unmöglich, die Penner an den Hörer zu bekommen.

Die Wut des Brünetten war entsprechend groß und in genau jenem Moment spazierte Setos Freund, ohne anzuklopfen natürlich, in das Arbeitszimmer und lächelte ihn strahlend an.

Was fiel dem nur ein, so unglaublich glücklich auszusehen? Das musste man umgehend ändern! Ging ja nicht an, dass bei ihm alles schief ging und der Braunäugige noch fröhlich war.

„Was willst du?“, fragte der Größere entsprechend missgelaunt.

„Hey, Seto. Ich muss dir unbedingt was zeigen.“, meinte Katsuya gut gelaunt und ging noch ein paar Schritte auf den Schreibtisch des Brünetten zu.
Zwar bemerkte er die miese Stimmung, die dieser hatte, doch ließ er sich nicht wirklich davon beeindrucken.
Stattdessen kramte er in seinem Rucksack, den er bei sich hatte – Er war gerade erst aus der Stadt zurückgekehrt. – und beförderte eine rot-weiße Weihnachtsmütze zu Tage.

Skeptisch zog Seto eine Augenbraue hoch.
„Was soll das darstellen?“, wollte er dann wissen.

Der Blonde lächelte und setzte das Teil auf seinen Kopf.
„Eine Mütze, siehst du doch. Die hab ich mir extra für unsere Weihnachtsfeier gekauft. Du weißt doch noch, dass du mir versprochen hast, dass wir und meine Freunde kurz vor Weihnachten eine kleine Feier machen wollten, ne? Und du weißt doch auch noch, dass weihnachtliche Kleidung Pflicht ist?“

Kaiba brummte widerwillig.
Ja, er konnte sich noch erinnern. – Wenn auch äußerst ungern.
Er fragte sich immer noch, wie Jou und Mokuba es geschafft hatten, ihn dazu zu überreden.

„Was sagst du denn nun zu meiner Errungenschaft?“, fragte der Braunäugige nach und wechselte hibbelig von einem Fuß auf den anderen.

Noch immer grummelnd sah der Brünette an seinem Freund hinunter und zog dann die Augenbrauen zusammen, bevor er sein vernichtendes Urteil fällte.
„Das sieht einfach entsetzlich aus!“

Augenblicklich verfinsterte sich die Miene des Blonden.
„Nur, weil du Weihnachten nicht ab kannst und schlechte Laune hast, brauchst du das nicht an mir auszulassen!“, motzte er ihn im Gegenzug an.

Dem so schon schlecht gelaunten Brünetten platzte nun endgültig die Hutschnur.
„Das hat mit Weihnachten überhaupt nichts zu tun! Im Gegenteil, ich mag es sogar. Ich kann es bloß nicht leiden, wenn mir irgendwelche Feiern aufgedrängt werden! Mit Leuten, die ich nicht einmal besonders leiden kann! Und ich mag dieses Rot überall nicht! Das macht mich aggressiv! Erinnert mich viel zu sehr an lauter rote Herzchen. Da können sie auch gleich überall rote und rosa Schilder aufstellen, auf denen steht: ‚An Weihnachten haben wir uns alle lieb’! So ein Schwachsinn! Und deine Mütze mag ich erst recht nicht! Dieses furchtbare Rot passt einfach nicht zu dir!“, fauchte er.

„Oh, vielen Dank für deine einfühlsame Meinung!“, meinte Jou ironisch.
Er war jetzt reichlich sauer und ballte seine Fäuste. Andererseits war er aber auch enttäuscht, gekränkt und in seinen Gefühlen verletzt. Traurig, dass Seto so über all das dachte.
Bevor die Situation noch eskalierte, stürmte er schnell aus dem Raum, stoppte allerdings noch einmal an der Tür und drehte sich zu Seto um.
„Du bist so ein Idiot!“, sagte er leise. Dann war er verschwunden.

Ungläubig sah Seto ihm nach. Was war denn nun kaputt? Wie konnte der Blonde einfach so, während eines Streites, wegrennen und ihn so ‚unbefriedigt’ zurücklassen? Ohne dass er wusste, was mit ihm los war?

„Selber Idiot.“, murmelte er und lehnte sich zurück. Eine ganze Weile starrte er noch Löcher in die Luft und hing seinen Gedanken nach, ehe er einen Entschluss fasste und dann, beruhigt darüber, dass er eine Lösung gefunden hatte, wieder mit arbeiten anfing.
Vielleicht konnte er ja jetzt endlich diese Versager in seiner Firma aufspüren und ordentlich zusammenstauchen..

****

Ein paar Tage später. Es war nun der 22. Dezember, klingelte bei Jounouchis das Telefon.
Mürrisch stand Katsuya von der gemütlichen Couch auf, auf der er bis eben gelegen hatte, um ranzugehen.
Sein Vater war leider nicht da, sonst wäre er selbst bestimmt nicht derjenige gewesen, der abgehoben hätte.

„Moshi moshi, Jounouchi Katsuya am Apparat.“, meldete er sich mit neutraler Stimme. Er hoffte wirklich, dass es nicht wieder Seto war, der ihn überreden wollte, doch bitte wieder zu ihm zurück zu kommen. Denn bis jetzt hatte er sich strikt geweigert, auch nur ein Wort mit ihm zu reden, geschweige denn, wieder in die Villa zu ziehen.
Jou war ernsthaft sauer auf den Brünetten und bevor der sich nicht überwand und sich entschuldigte, würde er auch nicht nachgeben und ihm verzeihen.

„Jou? Hier ist Yuugi.“, meldete sich nun eine Stimme am anderen Ende der Leitung.

„Hey, Yuugi! Was gibt’s, Kumpel?“, wollte der Blonde wissen.
Er freute sich mal wieder von dem Kleineren zu hören, denn er hatte ihn länger nicht gesehen und gesprochen. Das letzte Mal als sie den Termin für ihre Weihnachtsfeier festgemacht hatten.

Apropos..

„Ich wollte nur mal nachfragen, wo du bist! Ich bin jetzt bei Kaiba und dachte, dass wir schon alles für heute Abend dekorieren wollten.. Und dann sagt Kaiba mir, dass du schon seit vier Tagen nicht mehr hier warst! Warum hast du denn nichts gesagt?“

„Ach, weißt du, wir haben uns nur ein bisschen gestritten.. Und eigentlich dachte ich, dass Seto sich bald mal durchringt, mich um Verzeihung zu bitten.“, meinte der Braunäugige entschuldigend.

„Ihr hattet Streit? Heißt das jetzt, dass du die Feier absagen willst?“, fragte der Stachelhaarige.

„Nee, eigentlich nicht. Ich habe mich doch so darauf gefreut, dass wir mal wieder alle zusammen sind! Ich werde mich gleich auf den Weg machen, aber sag Seto, dass ich noch immer sauer auf ihn bin!“

„Okay, mach ich, Jou. Bis dann!“

„Ja, bis gleich.“

Katsuya legte auf und ging dann in sein Zimmer, um alles, was er benötigte, einzupacken, einschließlich der roten Mütze, die er, Seto zum Trotz, tragen wollte. Als er alles zusammenhatte, machte er sich auf den Weg zur Villa des Brünetten.

Kaum trat er vor die Tür, blies ihm ein eiskalter Wind entgegen.
Schnell schlug der Braunäugige seinen Kragen höher und zog den Schal fester um seinen Hals.
Es war ja schön und gut, dass es so kalt war und hoffentlich an Weihnachten mal schneien würde, aber bei diesem Wetter durch die Gegend zu laufen, war bestimmt nicht seine Vorstellung von einer angenehmen Tätigkeit.

Der Weg zum Haus der Kaibas war ziemlich weit. So beeilte Katsuya sich, um schnell wieder ins Warme zu kommen.
Er lief die ganze Zeit mit gesenktem Kopf, um den Wind nicht voll abzubekommen, doch hob sich sein Blick abrupt, als sich ein grelles Leuchten in seine Augenwinkel schob.
Ungläubig starrte er auf das große Gebäude vor ihm.

Das Einkaufszentrum von Domino!

Das an sich war ja nichts weltbewegendes.. aber warum zur Hölle war da so viel blau?
War nicht Weihnachten?
War der meiste Weihnachtsschmuck nicht eigentlich rot?

Verwirrt betrachtete er die Schaufenster genauer.
Alles, wirklich alles, was bei einer normalen Weihnachtsdeko rot gewesen wäre, war hier durch ein schönes Blau mit einem leichten Hauch von Grün ersetzt.
Es war wirklich ungewöhnlich anzusehen.. Aber wunderschön!

Staunend ging der Blonde weiter, nun jedoch mit offenen Augen.
In jedem Fenster konnte er grün-blaue Dekoration erkennen, jeder Weihnachtsmann, der auf der Straße um kleine Spenden bat, war in einem weiß-blauen Mantel mit passender Mütze gekleidet, sanfte blaue Beleuchtungen zierten die Straßen und auch der große Weihnachtsbaum auf dem dicht bedrängten Weihnachtsmarkt war mit blauen Kugeln und Kerzen geschmückt.

Und so ging es immer weiter. Jous Augen wurden immer größer.
Er war die letzten Tage nicht aus dem Haus gegangen, weil er sich lieber seinem Selbstmitleid hingegeben und geschmollt hatte. Aber wie konnte sich innerhalb so weniger das komplette Stadtbild, die ganze Weihnachtskollektion verändern?
Das war doch verrückt!

Eine halbe Stunde später kam Katsuya endlich bei der Villa seines Freundes an. Immer noch über diese irre Wendung den Kopf schüttelnd klingelte er und wurde auch sogleich eingelassen.
An der Tür wurde er von Yuugi begrüßt, der ihn geheimnisvoll angrinste. Doch bemerkte der Blonde das nicht, da er mit seinen Gedanken woanders war.

„Hi, Yuugi.“, begrüßte er den Kleineren. „Sag mal, hast du das da draußen gesehen? Es ist ja alles blau!“

„Sicher habe ich das gesehen, Jou. Du etwa nicht? Siehst ziemlich durch den Wind aus.“, meinte der Angesprochene überrascht.

„Ja, ich habe es auf dem Weg hierher zum ersten Mal gesehen. Wie kann so was denn passieren? Wie kann man eine uralte Tradition innerhalb weniger Tage so dermaßen umkrempeln?“

„Also, weißt du..“ Yuugi sah auf den Boden.
Er war noch nie gut im Lügen gewesen. Deswegen lenkte er schnell vom Thema ab.
„Komm doch erst mal rein und lass uns später weiter reden. Wir müssen doch noch alles für die Feier vorbereiten und durch euren Streit sind wir wirklich spät dran.“

„Hast Recht. Lass uns anfangen!“
Und damit begaben sie sich in das große Wohnzimmer und dekorierten es mit dem Weihnachtszeug, das entweder von Kaiba bereitgestellt wurde oder das Yuugi mitgebracht hatte.
Mit Verwunderung musste der Blonde feststellen, dass selbst dieses in dem schönen Blauton gehalten war und auch der Baum, der schon im Zimmer stand, war in blau-silber geschmückt..



Während Jou noch letzte Hand anlegte, war der Kleinere sich umziehen gegangen. Schließlich war noch immer weihnachtliche Kleidung Pflicht.
Auch der Braunäugige wollte noch seine Sachen tauschen, wenn er hier fertig war.

Ein paar Minuten später war das dann auch der Fall und schnell packte er seinen Rucksack mit seinen Klamotten, um sich in sein altes Zimmer zu begeben.
Auf dem Weg dorthin fiel ihm zum ersten Mal auf, dass er seinen Freund überhaupt noch nicht gesehen hatte.
Ob der ihm aus dem Weg ging?
Irgendwie versetzte ihm dieser Gedanke einen kleinen Stich, hatte er doch eigentlich gehofft, dass sie sich heute endlich aussprechen konnten.


Jou war noch mit Umziehen beschäftigt, als es an der Tür klingelte.
Er hörte, wie jemand öffnete und kurz darauf erklang fröhliches Geplauder, das nach kurzer Zeit leiser wurde, als die Truppe sich ins Wohnzimmer verzog.

Der Blonde überprüfte sein Outfit noch einmal kurz im Spiegel.
Er hatte eine rote Stoffhose an, dazu einen engen schwarzen Rollkragenpullover und die rote Bommelmütze, die er extra hierfür gekauft hatte.
Sah eigentlich ganz okay aus, fand er.
Mal sehen, was die Anderen sagten.

Fröhlich und in der richtigen Stimmung ging er nach unten und betrat das festlich geschmückte Zimmer.
Seine Freunde waren alle schon da und sogar Mokuba hatte sich inzwischen eingefunden.
Es schien eine lebhafte Unterhaltung in Gange zu sein, doch kaum, dass Katsuya bemerkt wurde, verstummten alle miteinander und starrten den Braunäugigen an als wäre er ein Außerirdischer.
Und auch Jou starrte die Anderen an.

Alles war so blau!

Und irgendwie fühlte er sich falsch gekleidet..

Yuugi fand als Erster seine Sprache wieder.
„Sag mal, Jou.. Du hast in letzter Zeit echt ziemlich abgeschieden gelebt, oder?“
Noch bevor der Blonde etwas antworten konnte, fügte der Stachelhaarige hinzu: „Kaiba hat mir das hier für dich gegeben. Wahrscheinlich solltest du es dir mal ansehen.“

Pflichtbewusst überreichte der Kleinere dem verdutzten Blonden eine weihnachtlich bedruckte Tüte – natürlich in grün-blau –, die dieser entgegen nahm, hineingriff und eine Mütze hervorholte.
Genau so eine, wie er sie jetzt trug. Nur mit blau statt rot.

„Was-?“, wollte er gerade fragen, doch wurde er von zwei Händen auf seinen Schultern unterbrochen.

„Ich habe doch gesagt, ich mag deine Mütze nicht.“, meinte eine tiefe Stimme direkt neben seinem Ohr, die zweifellos zu Kaiba Seto gehörte.
Dieser drehte seinen Freund nun sachte zu sich um und zog ihm dann die rote Mütze vom Kopf.
„Dabei habe ich doch extra die gesamte Weihnachtskollektion umkreieren lassen und die ganze Stadt umdekoriert... und trotzdem kommst du hier mit diesem Teil an!“ Der Brünette warf der Kopfbedeckung in seiner Hand einen vernichtenden Blick zu.
Dann sah er wieder Katsuya an und grinste schelmisch, da dieser in seiner Erkenntnis ganz rot angelaufen war.

Dem ganzen die Krone aufsetzend, meinte der Blauäugige dann noch: „Rot passt einfach nicht zu deinen Haaren.“ und zog den Kleineren in einen leidenschaftlichen Versöhnungskuss.



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