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Freut euch - heute haben wir wieder zwei Einträge. ^_~ Damit man diese wunderschönen Bilder von Nyx in der vollen Größe bewundern kann, bitte auf die Avatare klicken. ^^

20.12.

Autor:
Nyx
Fandom: Digimon Frontier
Pairing: Kou²
Challenge: "Spiegelverkehrt"
Dauer: Gosh, vier Stunden durchgearbeitet, insgesamt Colo: 5h +_+
Kommentar: Ich hoffe, es gefällt, auch wenn es teils ziemlich schlampig aussieht - ich hab erst am PC gemerkt, was es für Vorteile hat, das Bild einfach zu drehen. XD Have Fun!
Feedback: Hier im GB oder auf Animexx




*************


Autor: Danni
Fandom: Original
Challenge: "Foto"
Feedback: Hier im GB oder auf Animexx


Foto

„Hey, pass auf, Ry. Duck dich!“

Der kleine Junge schaute verdutzt in die Richtung aus der sein großer Bruder ihn angeschrieen hatte. Und kaum hatte er seinen Kopf zu seinem Bruder gedreht, traf ihn etwas Hartes, Weißes am Hinterkopf. Ryan taumelte aufgrund des Treffers und plumpste dann Vorderseite voran in den Schnee.

Sein großer Bruder stand geschockt ein paar Meter entfernt, rannte dann zu dem Kleineren, der regungslos am Boden lag.

„Ryan, was ist mit dir?“

Schon während der Ältere rannte, rief er dem Jüngeren diese Worte zu. „Das war doch nur ein Schneeball.“
Besorgt kniete er sich – nun bei Ryan angekommen – hin und drehte den noch immer regungslosen Jungen auf den Rücken, packte ihn bei den Schultern und schüttelte ihn.

„Mach die Augen auf, Ryan! So hart kannst du doch gar nicht getroffen worden sein. Hörst du mich?“

Ryan zeigte aber keine Reaktion. Seine Augen blieben geschlossen und auch durch das Schütteln seines Bruder änderte sich nichts daran. Langsam aber sicher stieg Unbehagen in dem Älteren auf.

„Ryan, wach auf, verdammt!“

Seine Stimme war leicht brüchig, Tränen kündigten sich in ihr an. Was war nur in diesem Schneeball gewesen, sodass er seinen Bruder bewusstlos machen konnte?

„Davy, komm raus, so war das nicht geplant.“

Der Schrei des Älteren richtete sich in Richtung des Waldes – die Richtung, aus welcher der Schneeball geflogen war.

„Was ist denn los, Alex?“

Ein dritter Junge kam nun aus dem Wald gestapft und ging auf die beiden anderen zu.

„Was los ist?“

Alex begann zu schreien.

„Ich habe dir gesagt, du sollst den Schneeball härter machen, damit es Ry etwas wehtut. Aber das Ding sollte ihn nicht K.O. schlagen, verdammt! Wolltest du ihn umbringen?“

Er schnappte nach Luft, nachdem er mit seinem Vortrag geendet hatte. Sein Gegenüber aber zeigte sich nicht beeindruckt.

„Immerhin war es dein Plan. Ich hab ihn nur ausgeführt.“, gab Davy fast schon gleichgültig zurück.

„Ja, genau. DU hast den Plan ausgeführt. Und DU wirst Mom und Dad auch erklären, warum Ryan hier bewusstlos am Boden liegt.“

Davy zuckte nur mit den Achseln.

„Gar nichts werde ich.“

Damit trat er Ryan leicht gegen einen Schuh.

Auf einmal öffneten sich dich Augen des Kleinen und ein fieses Grinsen bildete sich auf seinem Gesicht. Er schnappte sich etwas von dem um ihn herumliegenden Schnee und seifte seinen ältesten Bruder richtig ein. Auch Davy beugte sich nun hinunter, schaufelte Schnee in seine Hände und rieb ihn seinem großen Bruder ins Gesicht. Dabei lachten die beiden Brüder so laut, dass man meinen konnte, die Bären würden aus ihrem Winterschlaf aufwachen.
„Ha ha! Reingefallen! Reingefallen!“ riefen Ryan und Davy immer wieder, während sie sich mehr und mehr Schnee schnappten und ihren Bruder damit bewarfen.

~~~~~~~~~~

Einige Zeit später saßen die drei Brüder am Küchentisch und löffelten eine Suppe, die ihre Mutter zum Aufwärmen ihrer Söhne gekocht hatte. Ryan und Davy hatten sich gegenüber gesetzt und waren am Plappern, was das Zeug hielt. Alex aber hatte sich abseits der beiden gesetzt, immer noch wütend auf seine Brüder, da sie ihm mit ihrem Streich solch einen Schock eingejagt hatten.

„Dieses Jahr werde ich es schaffen, Ry. Du wirst schon sehen. Dieses Jahr werde ich endlich ein Foto vom Weihnachtsmann machen.“

Davy saß mit geschwellter Brust vor seinem Suppenteller als er diese Worte sprach. Ryan schaute mit großen, staunenden Augen zu seinem Bruder.

„Echt wahr? Hast du schon einen Plan, wie du das machen willst?“ fragte der Kleine.

„Natürlich habe ich den. Sonst würde ich nicht sagen, dass ich es wirklich schaffen werde.“
Kräftiges Nicken begleitete Davys Aussage.

„Oh ja, natürlich. Dein toller Plan wird genauso gut funktionieren, wie die Pläne der Jahre davor: gar nicht!“
Der Sarkasmus in Alex’ Stimme war nicht zu überhören.
„Letztes Jahr zum Beispiel hast du die Kamera oben am Schornstein befestigt, aber sie ist eingefroren und war danach nicht mehr zu gebrauchen. Dad hat dir deswegen einen ganzen Monat Hausarrest aufgebrummt.“

„Hmpf, na und? Ich habe halt die Kälte nicht bedacht. Kann jedem passieren.“
Davy zog eine Schnute.

„Vor zwei Jahren war es aber doch auch nicht viel besser. Du wolltest dich auf das Sofa setzen und warten bis der Weihnachtsmann kommt. Dann wolltest du ihn lieb und nett fragen, ob du ein Foto machen kannst. Und was ist passiert? Du bist eingepennt und hast seelenruhig geschlafen, während der Weihnachtsmann die Geschenke unter den Baum gelegt hat.“, fuhr Alex fort.

„Woher sollte ich denn wissen, dass der Weihnachtsmann so spät kommt? Außerdem hättest DU auch nicht so lange wach bleiben können.“, gab Davy nun schnippisch zurück.

„Das habe ich auch nie behauptet.“, kam es ebenso schnippisch von Alex.
„Ich wollte schließlich nur zeigen, dass deine Pläne bisher nie funktioniert haben.“

„Aber dieser wird funktionieren. Wirst ja schon sehen.“
Beleidigt wandte sich Davy wieder seiner Suppe zu.

Und auch Alex – durch seinen Erfolg schelmisch grinsend – aß weiter.

Ryan, der die ganze Diskussion über immer wieder zwischen seinen älteren Brüdern hin- und hergeblickt hatte, schaute jetzt aufgeregt zu Davy.

„Und, Davy, wie sieht dein Plan aus?“

~~~~~~~~~~

‚Worauf habe ich mich da nur eingelassen? Warum hab ich mich auch von Davy dazu überreden lassen?’

Immer und immer wieder hielt Alex sich diese Worte während der letzten Stunden vor. Doch ändern konnte er nun nichts mehr an der Tatsache, dass er zusammen mit seinen beiden Brüder auf dem Wohnzimmersofa saß und mit ihnen auf den Weihnachtsmann wartete.

Davy war bewaffnet mit einer Polaroidkamera mit der er den Weihnachtsmann fotografieren wollte.

Ryan war anfangs noch wie ein Geisteskranker durch die Wohnung gehüpft und hatte immer wieder gerufen „Wir fotografieren den Weihnachtsmann! Wir fotografieren den Weihnachtsmann!“ – doch mittlerweile hatte die Müdigkeit ihn übermannt und er lag zwischen seinen Brüder, sich an beide ankuschelnd.

Doch Ryan war nicht der einzige, an dem die Müdigkeit nagte. Auch Davy – schließlich war nicht viel älter als sein jüngerer Bruder – saß mit immer wieder zufallenden Augen auf dem Sofa und versuchte den Kamin, durch den der Weihnachtsmann ins Haus kommen würde, im Auge zu behalten. Wollte man sagen, er würde dies schaffen, müsste man dreist lügen.

Doch da war ja noch der dritte Bruder, Alex. Allerdings war dieser so sehr mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt, als dass er sich auf den Kamin, geschweige denn seine Müdigkeit, hätte konzentrieren können.

Noch immer kreisten seine Gedanken um das Ereignis des heutigen Nachmittags. Ryan hatte so regungslos am Boden gelegen, dass Alex wirklich Angst bekommen hatte, er könnte sich ernsthaft verletzt haben. Das alles nur ein von Davy und Ryan eingefädelter Scherz gewesen war, konnte er ja nicht ahnen. Schließlich hatte er sich mit Davy zusammengetan, um Ryan einen Streich zu spielen.

Immer wieder fragte Alex sich, was er getan hätte, wäre Ryan wirklich verletzt gewesen. Hätte er in dieser Situation richtig gehandelt? Natürlich, seine Eltern wären keine fünfzig Meter weg gewesen, doch wem hätten sie die Schuld gegeben? Sicherlich nicht Davy. Er hatte zwar den Schneeball geworfen, doch war es sein – Alex – Plan, der Ryan schließlich hatte verletzt werden lassen. Und nur darauf hätten ihre Eltern geachtet. Er, der Älteste, wäre zur Verantwortung gezogen worden.

„Alex? Bist du noch immer sauer auf mich wegen vorhin?“

Der Angesprochene schreckte durch die Frage aus seinen Gedanken auf.

„W-Was?“

Sein Blick schweifte zu seinem Bruder und er schaute nun direkt in dessen Augen, aus welchen er mit einem fast schon treudoofen Hundeblick angeschaut wurde.

„Na ja... also... weißt du...“
Davy druckste ein wenig herum.
„Wegen vorhin halt... Ich hatte mich mit dir zusammengeschlossen und dann habe ich mich aber mit Ryan zusammengeschlossen. Wir wollten dir einen Streich spielen. Ich meine, wir wollten dich ja nicht so sehr erschrecken. Wir wollten dich nur ein bisschen... schocken.“

Davy konnte dem Blick seines Bruders nicht länger standhalten und schweifte mit seinen Augen zu der nun sehr interessant scheinenden Kamera herunter. Alex aber lächelte.

„Weißt du, Davy... ja, ich war wirklich wütend auf euch, besonders auf dich, aber mittlerweile... es ist ja nichts passiert. Ich meine, überleg nur mal, was hätte passieren können, wäre Ryan wirklich verletzt gewesen.“

Alex’ Blick wanderte nun zu seinem jüngsten Bruder und er musste wieder lächeln.

„Stell dir nur mal vor, wir hätten ihn nicht. Wen sollten wir dann ärgern?“
Alex lachte laut auf und auch Davy stimmte nach kurzem Überlegen in das Lachen mit ein.

„Da hast du ja so Recht, Alex.“, presste Davy zwischen dem Lachen hervor.
Daraufhin wuschelte Alex Ryan durch die Haare.
„Ja ja, wenn wir dich nicht hätten.“, sprach er leise in Ryans Ohr, sodass er ihn nicht aufweckte.

Auf einmal war ein lautes Gähnen zu hören.

„Na, du wirst doch wohl nicht schlapp machen, Davy? Du bist schließlich derjenige, der ein Foto vom Weihnachtsmann machen will.“, scherzte Alex. Doch kurz nachdem er das gesagt hatte, musste auch er gähnen.

„Na, das musst du gerade sagen.“, gab Davy nun spöttisch zurück.
„Du kannst dein Gähnen doch selbst nicht mehr unterdrücken.“

„Um diese Uhrzeit ist das ja auch kein Wunder. Es ist schon fast Mitternacht. Und ich bin gerade mal 13. Was erwartest du denn von mir, Davy?“ versuchte Alex sich zu verteidigen.

„Ja, genau. DU bist schon 13, aber denk doch mal an mich und Ryan. Ich bin gerade mal 10 und Ryan ist noch mal zwei Jahre jünger. Also bist eigentlich du derjenige, der hier am längsten wach bleiben müsste.“

Wieder ertönte ein Gähnen – diesmal von beiden Jungen.

„Ich glaube, wegen so etwas sollten wir uns nicht streiten, Davy.“, lenkte Alex nun ein.
„Vor allem nicht um so eine Uhrzeit und erst recht nicht in diesen Tagen. Wer weiß, vielleicht überlegt es sich der Weihnachtsmann noch mal anders und bringt uns dann überhaupt keine Geschenke mehr, wenn wir anfangen wegen so etwas zu streiten.“

Davys Augen weiteten sich vor Entsetzen.

„Meinst du wirklich, das würde der Weihnachtsmann tun?“

„Na ja, wer weiß das schon so genau? Der Weihnachtsmann kennt schließlich alle Kinder auf der Welt und da wird er bestimmt wissen, dass wir uns wegen so einer Kleinigkeit streiten.“

Davy konnte ein weiteres Gähnen nicht unterdrücken.

„Dann sollten wir wirklich nicht mehr streiten, denn ich möchte gerne Geschenke bekommen.“, beschloss Davy dann.

Alex nickte zustimmend.

Schweigen kehrte zwischen den Brüdern ein. Davy hatte die Beine an den Oberkörper gezogen und die Arme um die Beine geschlungen – noch immer die Polaroid-Kamera festhaltend. Sein Kopf ruhte auf seinen Knien, sein Blick war starr auf den Kamin gerichtet. Jedoch fiel es ihm sichtlich schwer die Augenlider nicht einfach fallen zu lassen.

Ryan schlief noch immer seelenruhig, hatte sich nun aber so gelegt, dass er Alex’ Bein als Kissen benutzen konnte.

Alex selbst hatte den Kopf gegen die Sofalehne gelegt und versuchte es Davy gleichzutun und den Kamin nicht aus den Augen zu verlieren, doch auch er konnte kaum noch gegen die immer größer werdende Müdigkeit ankämpfen.

Alex konnte nicht sagen, wie lange sie so dort saßen, doch irgendwann fielen auch Davy endgültig die Augen zu und er sank ins Reich der Träume hinab. Fast schon automatisch griff Alex nach der Kamera und legte sie auf seinen Schoß, sodass er sie sofort griffbereit hatte.

Doch der Junge merkte, wie er immer mehr die Herrschaft über seinen Körper verlor. Immer wieder fielen seine Augen zu und es fiel ihm schwerer und schwerer sie wieder zu öffnen, bis er sie einfach nicht mehr aufmachen wollte – auch wenn das bedeutete, dass sie kein Foto vom Weihnachtsmann bekämen.

Doch plötzlich... da kam doch ein Geräusch aus dem Kamin. Oder bildete sich Alex das nur ein? War es schon ein Traum? Er zwang seine Augen einen Spalt auf und glaubte kaum, was er sah. Vor dem Kamin stand – bepackt mit einem riesigen Sack – der Weihnachtsmann.

Noch benebelt griff Alex nach der Kamera, richtete sie in etwa auf den Mann im roten Anzug und drückte den Auslöser. Ein Blitz erhellte das Zimmer, doch um Alex herum wurde es schwarz. Seine Augen waren wieder zugefallen und er driftete in einen tiefen Schlaf.

Ein paar Sekunden später erhellte ein weiterer Blitz das Zimmer und kurz darauf fielen zwei Fotos auf den Fußboden und entwickelten sich. Auf dem ersten war ein flackernder Kamin zu sehen, daneben ein bunt geschmückter Weihnachtsbaum. Das zweite Foto zeigte drei Jungen friedlich schlafend auf einem Sofa.

Ende



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